Alles neu macht der Mai, heißt es in einer Bauernregel, aber das ist Bullshit. Alles neu macht der März, und das ist kein Scherz. Meine lustige Kolumne voller cineastischer Abseitigkeiten findet ihr nun jeden Monat im FAZE-Magazin, und natürlich werde ich auch jeden Monat ein paar feine Verlosungen für euch bereit halten. Und los geht’s.

John Carpenter ist einer meiner Alltime-Lieblingsregisseure, auch wenn mich seine letzten Werke nicht mehr so gefesselt haben wie „Assault On Preinct 13“, „The Fog“ oder natürlich „The Thing“. Zu Letzterem gibt es jetzt ein Prequel, das von den Machern des „Dawn Of The Dead“-Remakes produziert wurde. Das Prequel heißt ebenfalls „The Thing“ (Universal), was ein wenig verwirrend ist, unterhält aber gelungen: Bei einer Expedition am Südpol stoßen norwegische Forscher auf ein Alien-Raumschiff. Im vereisten Wrack entdecken sie ein außerirdisches Wesen, das vermutlich beim Absturz ums Leben gekommen ist. Die Paläontologin Kate Lloyd und ihr Team beginnen sofort mit der Untersuchung. Dabei erwacht die Kreatur aus ihrem Schlaf und eine gnadenlose Hetzjagd beginnt. Kann man sich auch dann gut anschauen, wenn man das Original kennt. „Mimic“ (Studiocanal) wird der geneigte Horror-Sci-Fi-Fan ebenfalls kennen, denn der 1997er Film von Guillermo ‚Pans Labyrinth‘ Del Toro bietet nicht nur viele Schleimeffekte und Gore, sondern auch Mira Sorvino – was macht die Ex von Mr. Tarantino eigentlich? Jedenfalls gibt es „Mimic“ hier im zwei Minuten längeren Director’s Cut, und das ist auch gut so. Gar nicht so gut läuft Til Schweigers Hollywood-Karriere. Immerhin darf er ab und zu in Action-Filmen mitspielen und den Bösen mimen. In „The Courier“ (Constantin) spielt er einen FBI-Agenten, was er genauso stoisch abarbeitet. Ansonsten bietet der Film einen guten Cast mit Jeffrey Dean Morgan oder Mickey Rourke, aber die Story um den Kurierfahrer, der unvermittelt in das Fadenkreuz von FBI und Mafia gerät, ist jetzt nicht so brandneu. Dafür ist die Inszenierung packend und bietet viel Popcorn fürs Auge. Noch um einiges grandioser ist natürlich immer noch „From Dusk Till Dawn“ (StudioCanal), der jetzt in einer Special Edition erstmalig auf Blu-Ray erscheint. Okay, die Fassung ist nicht uncut, zwei Minuten fehlen, aber dafür gibt es gut vier Stunden Bonusmaterial, das teilweise sehr unterhaltsam ist und einen der wegweisendsten Horror-Action-Splatter-Filme aller Zeiten in herausragender Bild- und Tonqualität. Also Daumen nach oben! Ebenfalls nicht gänzlich uninteressant ist der britische Torture-Porn-Sozialdrama-Klon „Spiderhole“ (WVG Medien) um vier heruntergekommene Studenten, die versuchen, die teuren Londoner Wohnungsmieten zu sparen. So brechen sie in einen abgefuckten Altbau in der Innenstadt ein – so etwas soll es auch geben – um sich dort unauffällig einzunisten und Drogenpartys zu feiern. Das Ganze wäre kein Horrorfilm, wenn man alleine bliebe im Gebäude. Aber als die Kids mit Kater erwachen, sind die Eingänge verschlossen und die Fenster verrammelt. Dann verschwindet plötzlich einer nach dem anderen, und aus der Ferne hört man seine Schreie. Not bad! Absolut nicht schlecht, sondern sehr gut ist das schwedische Gangsterdrama „Easy Money“ (Universum), das wir zweimal für euch als Blu-Ray plus Buchvorlage zur Verlosung ergattern konnten. Hauptfigur des schmucken Films, der auch teilweise in Hamburg gedreht wurde, ist der adrette Student Jo, dem es nicht gefällt, im reichen Stockholm arm zu sein, zumal er sich in ein wohlhabendes Mädchen aus gutem Hause verliebt, das beeindruckt werden will. Da kommt das Angebot, schnelles Geld zu verdienen, ganz gelegen. Und nun beginnt ein gefährliches Doppelleben, denn Jos Wege kreuzen sich mit der serbischen Mafia. Spannend inszeniert und mit mächtigem Tempo geht der Film von Daniel Espinosa ins Rennen und lässt niemanden unbeeindruckt zurück. Wann kommt hiervon wohl das Hollywood-Remake? Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf kommende Highlights.

Wer eine der beiden Blu-Rays von „Easy Money“ gewinnen möchte, schickt bitte bis zum 20.03. eine E-Mail an win@fazemag.de und vergisst weder den Betreff noch die eigene Adresse.

Bis nächsten Monat

Euer Charles Buchinsky Jr.