Liquid Ecstasy in Schampus: Krankenschwester nun Pflegefall

Ein Schluck Champagner veränderte das Leben von Carola Potrz dauerhaft.

Im Februar 2022 besuchte die 41-jährige Krankenschwester mit einer Freundin die Bar „La Vita“ in Weiden. Eigentlich wollte sie alkoholfrei bleiben, ließ sich aber von einer feiernden Gruppe am Nachbartisch zu einem Glas Champagner überreden.

Was niemand wusste: Die 3-Liter-Flasche „Moët & Chan­don Ice Impérial“ enthielt keinen Alkohol, sondern hochkonzentriertes Liquid Ecstasy – auch bekannt als GBL – das von Schmugglern in die blickdichte Flasche abgefüllt worden.

„Es war nur ein kleiner Nipp“, sagt Potrz, „dann war ich in einer komplett anderen Welt.“ Kurz darauf bekam sie Herzrasen, begann zu zittern und bemerkte die ölige Flüssigkeit im Glas. „Erst dann wusste ich sofort: Wir sind vergiftet worden.“

Ein Mann starb nach einem Schluck, sieben Menschen wurden verletzt. Potrz fiel ins Koma und wachte nach 20 Stunden im Krankenhaus auf. Sie erlitt eine Stammhirnblutung, kann nicht mehr arbeiten, laufen oder Auto fahren und ist oft auf einen Rollstuhl angewiesen.

Angeklagt ist Mann aus der Niederlande. Er soll mehrere Champagnerflaschen befüllt haben, um die Droge unbemerkt zu schmuggeln. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung vor. Ein Urteil soll am 6. März fallen.

 

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Quelle: Bild

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