
Im britischen Hafen von Southampton haben Behörden in einer Bananenlieferung fast eine Tonne Kokain sichergestellt. Die Entdeckung erfolgte am Mittwoch, den 18. März, nachdem die Lieferung abgefangen worden war.
Insgesamt fanden Ermittler 943 Kilogramm Kokain, verpackt in schwarzem Plastik und versteckt zwischen Dutzenden Paletten mit Bananen. Die Lieferung soll ihren Ursprung in Nicaragua gehabt und über Panama ihren Weg nach Großbritannien gefunden haben.
Die National Crime Agency leitete unmittelbar eine Untersuchung ein. Zwei Männer aus Großbritannien wurden im Zusammenhang mit dem Fund festgenommen und angeklagt. Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 37-Jährigen und einen 46-Jährigen.
Beide erschienen vor dem Amtsgericht in Southampton und wurden wegen der Einfuhr von Drogen der Klasse A angeklagt. Die NCA bewertete den Fund deutlich und erklärte: „Das ist eine gewaltige Menge Kokain“.
In einer weiteren Einschätzung heißt es: „Es handelt sich um eine riesige Menge Kokain, die für den Straßenhandel in Großbritannien bestimmt war“. Der geschätzte Straßenwert liegt bei umgerechnet rund 86,6 Millionen Euro.
Ermittler wiesen zudem darauf hin, dass Drogenschmuggler „immer erfinderischer“ werden. In der Vergangenheit seien illegale Substanzen unter anderem in Salzlieferungen, Besenstielen oder sogar in Flaschen Rotwein entdeckt worden.
Ein Mitarbeiter der NCA erklärte: „Die Versorgung mit Drogen der Klasse A schädigt die Gesellschaft schwer, indem sie Gewalt und Sucht in unsere Gemeinschaften bringt“. Zudem betonte er:
„Die Beschlagnahmung dieser Drogen entzieht der für den Import verantwortlichen kriminellen Gruppe enorme Gewinne, die nicht in weitere Straftaten reinvestiert werden können.“
Der aktuelle Fund reiht sich in eine Serie großer Sicherstellungen ein. Bereits 2024 wurden im Hafen von Southampton rund 5,7 Tonnen Kokain zwischen Bananenstapeln entdeckt, was damals als größter Drogenfund der Klasse A in der Geschichte Großbritanniens galt.
Quelle: Mixmag
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