
Der Livestream-Gigant Boiler Room steht vor einer weiteren Welle von Personalabbau. Eine interne E-Mail, die mehreren Medien vorliegt, informiert die Mitarbeitenden darüber, dass „strukturelle Veränderungen im Unternehmen“ dazu führen, dass zahlreiche Stellen im Jahr 2026 wegfallen könnten.
In der Nachricht heißt es, dass alle betroffenen Mitarbeitenden bereits zu Gesprächen eingeladen wurden. Für alle anderen bestehe zwar kein unmittelbares Risiko, man solle jedoch jene unterstützen, deren Position auf der Kippe steht.
Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Quellen aus dem Umfeld berichten jedoch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Belegschaft betroffen sei – mutmaßlich im zweistelligen Prozentbereich. Unter den möglichen Entlassungen sollen sich auch „einige der besten Leute, die Boiler Room je hatte“ befinden. Weitere Details will die Geschäftsführung in einem unternehmensweiten Meeting am 25. November vorstellen.
Die Plattform hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Seit der Übernahme durch Superstruct Entertainment im Januar 2025 sieht sich Boiler Room mit wachsender Kritik konfrontiert. In mehreren Städten – darunter London, Dortmund, Lissabon und zuletzt Kuala Lumpur – kam es zu Boykottaufrufen und Absagen von Artists, die den neuen Kurs des Unternehmens infrage stellen.
Wie sich die strukturellen Änderungen langfristig auf das Programm und die Ausrichtung von Boiler Room auswirken, bleibt vorerst offen.
Quelle: Resident Advisor
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