
Vor einem Leipziger Club ist es in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zu einem außergewöhnlichen Zwischenfall gekommen. Wie die Polizei mitteilte, zog ein Mann nach einer verweigerten Einlasskontrolle ein Sturmgewehr, um sich Zutritt zu verschaffen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 2 Uhr morgens vor dem Club N 39 in der Königshauspassage am Markt. Nach Angaben der Polizei wollte ein 27-jähriger Mann den Club betreten, wurde jedoch von der Security abgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt habe ein Einlassstopp gegolten, da sich bereits rund 600 Gäste im Club befanden, erklärte Betreiber Alexander Langner gegenüber Leipziger Medien.
Der Mann entfernte sich daraufhin kurzzeitig, kehrte wenig später zurück und forderte erneut Einlass. Als ihm dieser erneut verwehrt wurde, zog er eine Kalaschnikow aus seiner Kleidung. Noch bevor er die Waffe weiter handhaben konnte, griff das Sicherheitspersonal ein, überwältigte den Mann und nahm ihm den Gegenstand ab. Die Polizei war nach Angaben des Betreibers innerhalb weniger Minuten vor Ort.
Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um eine nicht schussfähige Waffe handelte. Laut Polizei fehlte der Schlagbolzen, sodass von der Kalaschnikow keine unmittelbare Schussgefahr ausging. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler zudem eine Schreckschusswaffe sicher.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 27-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Bedrohung sowie wegen des Führens einer sogenannten Anscheinswaffe ermittelt.
Quelle: Tag24
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