Einmusik_5am


Mystisch, stimmungsvoll, klanggewaltig, manchmal ein wenig dreckig – Einmusik spielt auf seinem Album „5 A.M.“ hervorragend mit den Emotionen des Hörers. Geschickt kombiniert er den Charme von alten Synthesizern mit zeitgenössischem Deep House und Techno, immer wieder baut er ein wenig knarzigere Elemente auf seine ausgefeilten Melodien. Das reicht vom Bodzin-artigen „Necromancy“ mit seiner raspeligen Synthline, die sich in der Weite des Raumes verliert, bis hin zu „Bisloa“, das ein entspanntes, sommerliches Mittelmeer Flair innehat. Mit „Azur“ remixt Einmusik „Necromancy“ selbst, indem er die Melodie in ein neues Gewand setzt. Anstatt ausschweifender Flächen, wird der Song direkter und verspielter, würdig für ein Albumintro. „16 Notes“ rennt hektisch durch die Kopfhörer, die Acid-artige Melodie kombiniert sich auf außergewöhnliche Weise mit der dominanten Bassline, die regelmäßig in den Track schwappt. An Reichweite mangelt es dem Album definitiv nicht, technoidere Stücke folgen auf House, entspannte Songs paaren sich mit Clubtracks. Ein absolut empfehlenswerter Hörgenuss, der auf seiner Reise zwischen selbst reflektierenden Momenten und Tanzlust variiert. 9/10 BRNK.