Elektronische Musik ist nun Kulturerbe in Frankreich

Elektronische Musik ist nun Kulturerbe in Frankreich

Was lange als Subkultur galt, erhält in Frankreich nun offiziellen Status: Elektronische Musik wurde in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit erkennt der Staat erstmals an, welchen kulturellen, gesellschaftlichen und historischen Stellenwert Clubmusik für das Land besitzt.

Die Entscheidung setzt ein starkes Signal für die Szene, die Frankreich nicht nur seit Jahrzehnten international prägt, sondern auch Raum für Subkultur, Begegnung, Vielfalt und Gemeinschaftsgefühl schafft. Von den frühen Rave-Bewegungen über ikonische Pariser Clubs bis hin zu globaler Präsenz. Der „French Touch“ hat dabei elektronischer Musik immer wieder ästhetische Maßstäbe gesetzt. Acts wie Daft Punk, Justice oder Cassius stehen exemplarisch für einen Sound, der House und Techno mit Pop-Appeal verband und weltweit Gehör fand.

Mit der Aufnahme ins Kulturerbe wird nicht nur die Musik selbst gewürdigt, sondern auch das ganze Zusammenspiel dahinter: Produzent*innen, DJs, Labels, Veranstalter*innen, Clubs und Tanzkultur. Elektronische Musik wird damit als Ganzes gewürdigt, ein kollektives Kulturgut, das sich stetig weiterentwickelt. Die aktuelle Entscheidung könnte womöglich eine Vorbereitung für den nächsten Schritt sein: eine Anerkennung des „French Touch“ auf internationaler Ebene.

Es ist klar: Elektronische Musik ist in Frankreich nicht länger nur Teil des Nachtlebens, sondern fest in der kulturellen Identität des Landes verankert.

Auch interessant:

Nach wilder Drogenparty – Teenager stirbt in Münchener Hotelzimmer