Durch Abwasseruntersuchungen hat sich herausgestellt, dass immer mehr Kokain-Rückstände im Abwasser landen. Seit 2017 haben sich die Zahlen verdoppelt. Dies ist wohl auch auf den vermehrten Konsum während der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Die Berliner Wasserbetriebe und die TU Dresden haben im Auftrag des ARD-Politikmagazins „Kontraste“ einen signifikanten Anstieg des Kokain-Konsums während der Pandemie in Berlin festgestellt. Während es 2017 noch 300 Milligramm pro 1000 Personen am Tag waren, stellte man im Mai 2021 die doppelte Menge fest.

Doch auch in anderen Städten scheint der Konsum angestiegen zu sein. Dabei sind bisher unauffällige Städte besonders herausgestochen. Björn Helm, Projektleiter für Siedlungshydrologie an der TU Dresden, nannte hierbei Chemnitz, Dresden, Erfurt und Nürnberg.

Der Konsum in Hamburg ist, wie in Berlin, ebenfalls deutlich angestiegen. In München und Dortmund waren die Zahlen leicht rückläufig. Dortmund galt als geheime Kokain-Hauptstadt Deutschlands.

Darüber hinaus wurde eine stetige Zunahme an Strafermittlungsverfahren gegen Kokain-Händler registriert. Der Leiter des LKA, Olaf Schramm, sieht den Online-Handel als Grund für diesen „exorbitanten Anstieg“.

Obwohl das Nachtleben eingeschränkt ist, gibt es einen ständigen Anstieg bei den sichergestellten Mengen an Kokain. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurde nie mehr Kokain in Europa beschlagnahmt.


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Quelle: Tagesschau