
In der türkischen Provinz Antalya sorgt eine geplante Techno-Veranstaltung in der Karataş-Höhle für heftige Diskussionen. Die Party mit dem Titel „Cave Techno Experience“ soll am 10. Januar von 22 bis 4 Uhr stattfinden und wird als erste Techno-Party in einer Höhle der Region beworben.
Wissenschaftler und Höhlenforscher warnen laut einem Newsportal vor erheblichen Risiken. Der Geograf Oruç Baykara (Pamukkale-Universität) bezeichnet Höhlen als extrem empfindliche Ökosysteme und warnt vor irreversiblen Schäden durch Lärm, Licht und Vibrationen. Besonders kritisch sei der Zeitpunkt: Fledermäuse befänden sich im Winterschlaf, eine Störung könne tödliche Folgen haben. Zudem leben in der Höhle endemische Arten, und auch Stalaktiten, Grundwasser sowie die Sicherheit der Besucher seien gefährdet.
Die Veranstalter und der Grundstückseigentümer widersprechen. Die Höhle befinde sich in Privatbesitz, gehöre zur D-Schutzklasse und unterliege keinen besonderen Nutzungseinschränkungen. Laut Betreiber liegen alle behördlichen Genehmigungen inklusive Umweltprüfungen vor. Die Musik soll zudem in moderater Lautstärke gespielt werden.
Die Karataş-Höhle gilt als historisch bedeutsam und wird mit Alexander dem Großen sowie dem Apostel Paulus in Verbindung gebracht. Ob die Veranstaltung angesichts der Kritik noch untersagt wird, ist derzeit offen.
Quelle: Hürriyet
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