Erwin – Arepas (Arepas Records / Matter of Fact)

Mit „Arepas“ startet der Berliner Produzent Erwin sein eigenes Imprint – und liefert zum Auftakt gleich eine vielseitige, warmherzige Platte, die zwischen Minimal, Deep House und Ambient mühelos hin- und herwechselt.  Der Titeltrack „Arepas“ eröffnet mit einem weichen, rollenden Groove und schwebenden Loop-Melodien, die sich langsam entfalten. Die Percussions bleiben zurückhaltend, während vereinzelte Vocoder-Farbtupfer dem Track eine angenehm menschliche Note verleihen. Toll ist der weit ausgedehnte Breakdown, in dem die Chords fast symphonisch aufblühen, bevor der Flow wieder in vertraute Deepness kippt. „Well Deserved“ führt diese Stimmung nahtlos fort – ebenfalls warm, groovig, mit einer zarten Vocal-Atmosphäre, die zwischen Hallfahnen und Rhythmus schwebt. „Infinite Fries“ bringt etwas mehr Leichtigkeit ins Spiel: verspielt, rhythmisch klar, mit kleinen Piano-Motiven, die sich angenehm festsetzen. „Blueberry Cream“ schlägt eine emotionalere Richtung ein, tief und sinnlich mit getragenen Vocals und viel Raum im Mix. Zum Abschluss zeigt „Aguardiente“ eine komplett andere Facette von Erwin: ein ruhiges Ambient-Stück, getragen von einem intimen Pianothema, das wie ein Blick ins private Skizzenbuch wirkt. Top Label-Einstand. 10 Laenkford