
In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet ein Berliner Barkeeper über den Kokain-Konsum seiner Gäste. Welche Beobachtungen er anstellt und wie er sich gegenüber indiskreten Konsumenten verhält, lest ihr im Artikel.
Die erste Beobachtung, die der anonyme Barkeeper anstellt, sei, dass die Konsumentinnen und Konsumenten jünger geworden seien. Er selbst habe mit Mitte 20 angefangen zu konsumieren. „Da war ich eher einer der jüngeren unter denen, die das genommen haben“, erklärt er.
Ob ein Gast Drogen genommen habe, könne man zwar nicht pauschalisieren, anhand von Gesten, Mimiken oder Gesichts-Zuckungen jedoch Indikatoren für einen Konsum festmachen. „Es wird jeder voll gequatscht mit sinnlosem Zeug – unzusammenhängend […]“, gibt er zu Protokoll.
Ein weiteres Anzeichen für den Konsum ist ein echter Klassiker: das Aufsuchen der Toilettenräume mit drei, vier oder mehr Personen gleichzeitig. Rückblickend auf seine Konsum-Zeit konstatiert er: „Wir haben versucht, das sehr diskret zu machen. Heute haben viele eine selbstverständliche Haltung dazu.“ Für den Barkeeper auch ein Zeugnis mangelndes Respekts vor dem Gastgeber und anderen Gästen.
Sollten Bar-Besucher ihren Konsum tatsächlich unverblümt und indiskret ausüben, behält er sich nicht vor, die Gäste auf direkte Weise zu konfrontieren: „Wenn es zu offensichtlich wird, zu blöd, dann fragen wir schon mal: Was macht ihr da? Haltet euch an die Regeln und benehmt euch.“ Das Rufen der Polizei sei hingegen keine Option und „moralisch fragwürdig“.
Das vollständige Interview lest ihr beim Tagesspiegel.
Quelle: Tagesspiegel
Foto: Robert Barrera
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