Eulbergs heimische Gefilde: Der Uhu

Er ist der „König der Nacht“: Der Uhu. Der Uhu ist die größte Eulenart der Erde und wird bis zu 70 Zentimeter groß, bei einer imposanten Flügelspannweite von bis zu 1,70 Meter. Weibchen werden bis zu drei Kilogramm schwer, die Männchen sind etwas leichter. Sein Gefieder ist zur Tarnung in hellen und dunklen Brauntönen längs oder quer gemustert. Der Uhu besitzt sogenannte Federohren die meist schräg nach oben ab abstehen. Sie werden anders als man erwarten könnte, nicht zum Hören verwendet, sondern dienen ebenfalls der Tarnung und zusätzlich der Kommunikation. Ruht der Uhu auf einem Ast stellt er die...

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Eulbergs heimische Gefilde: Was sind eigentlich Pilze & Flechten?

Pilze wurden früher zu den Pflanzen gezählt. Seit den 60er Jahren werden sie aber von Biologen als eigenes Reich dargestellt. Denn Pilze ernähren sich im Gegensatz zu Pflanzen nicht von Sonnenenergie und sie produzieren auch keinen Sauerstoff. Wie Tiere und Menschen verbrauchen sie Sauerstoff und bilden dabei Kohlendioxid. Ihre Zellwände bestehen auch nicht wie bei Pflanzen aus Zellulose, sondern aus Chitin. Das ist derselbe Stoff, der im Panzer von Insekten enthalten ist. Pilze findet man in der Erde, über der Erde, aber auch auf der Haut des Menschen. Sie können schädlich sein, heilend oder sogar berauschend und finden beim...

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Eulbergs heimische Gefilde: Rekorde im Tierreich

Die Natur hält immer wieder faszinierende Anpassungen an Lebensräume bereit, die durch permanente Selektion immer extremer geworden sind. Dadurch kommt es zu beachtlichen Rekorden im Tierreich. Pfuhlschnepfen zum Beispiel halten den Rekord im längsten Flug ohne Pause: Bis zu neun Tage Flug ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen, ohne Futter oder Schlaf hat man bei Ihnen beobachten können. Von Alaska nach Neuseeland Nonstop, etwa 11.700 Kilometer. Den Rekord der längsten Zugstrecke hält die Küstenseeschwalbe. Sie macht zwar Pausen während ihrer Wanderung, legt aber über 40.000 Kilometer auf ihrem Weg vom Brutgebiet in Alaska und an der Küste...

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Eulbergs heimische Gefilde: Wie sich Tiere im Raum orientieren

Die meisten Tiere sind nicht sesshaft, sondern bewegen sich auf völlig unterschiedliche Art und Weisen durch unsere schöne Welt. Dies bringt einige Vorteile mit sich: Sie können Orte aufsuchen, die für sie bessere Lebensbedingungen aufweisen, wie eine größere Nahrungsverfügbarkeit, ein geringeres Räuberrisiko, mehr Paarungspartner, bessere klimatische Bedingungen und somit höhere Anpassungsfähigkeit auf Umweltveränderungen. Dabei benutzen Tiere die unterschiedlichsten Methoden, sich zu orientieren. Einige davon beherrschen wir Menschen auch, andere sind uns vollkommen fremd, wie zum Beispiel der Bienentanz oder der biologische Kompass der Zugvögel. Bienen können sich allein mit Hilfe einer inneren Karte orientieren, die sie sich durch Erinnerungen...

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Eulbergs heimische Gefilde: „Brenzlich, brenzlich“ – dachte der Feuersalamander

Behäbig und furchtlos stapf ein etwa 20 Zentimeter langes, schwarz glänzendes Wesen mit leuchtend gelbem Muster auf dem Rücken über den Waldboden; mit einer fast schon arroganten Gemütlichkeit, als könne ihm nichts und niemand etwas anhaben. Und tatsächlich, der Feuersalamander braucht niemanden zu fürchten, er hat keine natürlichen Fressfeinde. Grund dafür ist ein übel beißendes Hautdrüsensekret mit dem Hauptgift Samandarin, das er je nach Angriffsstärke schaumartig über spezielle Ohrendrüsen oder Drüsensporen auf dem Rücken absondert. Lässt der Angreifer nicht locker, kann der Salamander das Drüsensekret aktiv bis zu einem Meter weit spritzen. Jeder Angreifer der einmal seine Erfahrung mit...

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Eulbergs heimische Gefilde: Wie Tiere den Winter überleben – Pt. 2

Für alle ungefiederten Tiere, stellt der Winter jedoch eine noch härtere Herausforderung dar. Der Boden ist hart gefroren und teilweise von Schnee bedeckt, Essbares ist für viele Tiere kaum noch zu finden. Die Natur hat für die schwierige Zeit eine simple aber auch geniale Strategie entwickelt: Viele Säugetiere verschlafen einfach den lebensfeindlichen Winter in kuscheligen Höhlen. Bereits im Spätsommer fangen die Winterschläfer wie Murmeltier, Igel und Mäuse an, sich ordentliche Fettpolster anzufuttern. Während des Winterschlafs nehmen sie dann keine Nahrung mehr auf und verlangsamen drastisch ihre Atmung, Herzschlag und Stoffwechsel um Energie zu sparen. So fällt auch die Körpertemperatur...

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Eulbergs heimische Gefilde: Wie Tiere den Winter überleben – Pt. 1

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken: Der Winter mit seinem erbarmungslosen Frost klopft an die Tür. Um während der Wintermonate nicht zu erfrieren oder zu verhungern, haben viele Tiere raffinierte Strategien entwickelt, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Viele Vögel machen es ganz clever, sie entfliehen einfach dem kalten Winter, verlassen ihre Brutgebiete und ziehen in den warmen Süden. Neben diesen Zugvögeln, wie etwa dem Kranich oder dem Storch, gibt es aber auch einige hartgesottene Genossen, sogenannte Standvögel, die den eisigen Winter bei uns ausharren. Vögel, die im Sommer vor allem Insekten fressen, steigen dann im Winter auf Samen...

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Eulbergs heimische Gefilde: Ähre, wem Ehre gebührt

Bei einer Wanderung durch meine schöne Heimat, streift der Weg ein Getreidefeld. Wie funkelende Kunstwerke wiegen sich die Ähren in einem Meer aus goldenen Wellen im sanften Wind. Doch was ist das eigentlich genau Getreide? Wo kommt es her und warum ist es zu dem wichtigsten Nahrungsmittel für uns Menschen geworden? Unter Getreide versteht man eine Gruppe von gezüchteten Gräserpflanzen, deren Samen, die Getreidekörner, wichtigster Bestandteil der menschlichen Nahrung sind. Das Wort Getreide kommt von dem mittelhochdeutschen getregede und bedeutet so viel wie das (von der Erde) Getragene. Ist das Korn reif, wird es geerntet, gedroschen, die „Spreu vom...

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Eulbergs heimische Gefilde: Hör mal, wer da hämmert …

Es ist ein schöner Spätsommertag. Ich spaziere durch den Wald und vernehme das maschinengewehrartige Trommeln eines Buntspechtes. Doch warum trommeln die Kletterkünstler überhaupt? Und warum bekommen sie dabei keine Kopfschmerzen? Spechte sind optimal an ihren Lebensraum im Wald angepasste Vögel. Beim Klettern an Bäumen bieten spezielle Kletterfüße Halt. Die kurzen Füße besitzen in der Regel paarig gestellte Zehen mit kräftigen Krallen, von den zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichtet sind. Eine davon ist eine Wendezehe, die je nachdem, ob der Vogel herauf- oder hinunterklettert umgeklappt werden kann. Der Schwanz ist keilförmig mit steifen, spitzen Steuerfedern geformt und...

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Eulbergs heimische Gefilde: Fledermäuse

Sie sind nach Insekten, Dinosauriern und Vögeln die vierte Tiergruppe die erfolgreich den Luftraum für sich erobert haben, die Fledermäuse. Sie sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Seit über 50 Millionen Jahren bevölkern sie anatomisch unverändert unseren Planeten, und machen mit ihren raffinierten Echoortungsrufen die Nacht zum Tage. Über 1.100 verschiedene Arten gibt es weltweit. Darunter sind Insektenfresser, Früchte- und Blätterfressende Arten genauso wie Arten, die Blüten bestäuben, kleine Wirbeltiere fressen und auch die berühmten bluttrinkenden Vampirfledermäuse von denen es aber nur 3 Arten in Mittel- und Südamerika gibt. In Deutschland gibt es aber nur Insektenfresser. Nach...

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Eulbergs heimische Gefilde: Das sonderbare Neunauge

Das Neunauge ist schon ein wahrlich sonderbares Wesen. Unlängst wurde das Tier zum Fisch des Jahres 2012 gewählt. Und das obwohl es zoologisch gesehen gar nicht mal zu den Fischen gehört, sondern zu den sogenannten Rundmäulern. Denn im Gegensatz zu Fischen haben Neunaugen keine Kiefer sondern ein rundliches Maul, das mit rasiermesserscharfen Hornzähnen ausgestattet ist. Mit 500 Millionen Jahren ist das Neunauge das älteste lebende Wirbeltier. Seit so langer Zeit hat sich dieses „lebende Fossil“ im Körperbau kaum verändert. Es hat einen bis zu 75 cm langen, aalartigen Körper, der mit einem flossenartigen Rücken- und Schwanzsaum besetzt ist. Sein...

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Eulbergs heimische Gefilde: Echse ohne Beine – Die Blindschleiche

Bei einem Frühlingsspaziergang schlängelt sich plötzlich ein etwa 50 Zentimeter langes, braunes in Bronze bis Kupfertönen glänzendes Wesen mit langgestrecktem Körper vor mir her. Im ersten Moment denke ich „Oh, eine Schlange!“, doch bei genauerer Betrachtung des Tieres, werde ich eines Besseren belehrt: Es handelt sich hierbei um eine Blindschleiche, eine Echsenart, deren Vorfahren einmal Vierbeiner waren. Die Schleichen haben aber im Laufe ihrer Entwicklung ihre Beine stark bis ganz reduziert. Würde man eine Blindschleiche röntgen, könnte man die noch vorhandener Becken- und Schulterknochen an der Wirbelsäule feststellen. Anders als Schlangen haben Blindschleichen aber bewegliche und verschließbare Augenlider. Zum...

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