
Deutschland gilt gemeinhin als Land der Bierkultur und der langen Nächte. Städte wie Berlin, Hamburg oder München genießen international den Ruf lebendiger Party-Metropolen. Eine neue europaweite Vergleichsstudie stellt dieses Selbstbild jedoch spürbar infrage.
Für das Ranking untersuchte die Studie insgesamt 32 europäische Städte und verglich sie anhand mehrerer Kriterien: Eintrittspreise für angesagte Clubs im Jahr 2025, Kosten für Bier und Cocktails sowie die Anzahl von Bars und Clubs mit mindestens vier Sternen Bewertung. Ziel war es, Party-Tauglichkeit möglichst objektiv abzubilden – jenseits von Image und Klischees.
Das Ergebnis fällt für deutsche Städte ernüchternd aus. Während südeuropäische Metropolen mit einer hohen Dichte an Bars punkten, dominieren vor allem osteuropäische Städte das Ranking. Budapest belegt Platz eins und überzeugt mit niedrigen Getränkepreisen und günstigen Club-Eintritten. Prag folgt auf Rang zwei, Warschau landet auf Platz drei.
Spanien ist stark vertreten, verliert jedoch durch höhere Preise an Boden: Barcelona erreicht Platz fünf, Sevilla Rang neun, Madrid Platz zehn. Damit verdrängt die spanische Hauptstadt Berlin aus den Top Ten. Die deutsche Hauptstadt landet nur noch auf Rang elf – trotz hoher Anzahl an Bars. Besonders ins Gewicht fällt hier der durchschnittliche Club-Eintritt von über 17 Euro.
Auch andere deutsche Städte schneiden mäßig ab: Hamburg erreicht Platz 15, München Rang 18. In beiden Fällen wirken sich hohe Preise für Bier und Cocktails negativ aus. Besonders schwach fällt das Ergebnis für Frankfurt aus. Wenige Clubs, eine begrenzte Bar-Auswahl und teure Drinks bedeuten Platz 26.
Quelle: Watson
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