Der Weimarer Musiker Martin Kohlstedt hat angekündigt, seine Alben „Strom“ und „Ströme“ Remixen zu lassen. Unter dem Namen „Recurrents“ werden diverse Künstler ihre Versionen präsentieren. Den Anfang macht Henrik Schwarz mit mit dem Track „Jingol“, den ihr euch hier EXKLUSIV vor dem VÖ-Tag anhören könnt:

Martin Kohlstedt:
“Das erste mal hörte ich den Namen Henrik Schwarz im Zusammenhang mit seinem Remix zu Robert Owens ‚Walk a mile in my shoes‘ und erfreute mich in meinen frühen 20ern der fließenden Musikalität, dem ausgewählten, vielschichtigen Diskurs als Gegenentwurf zur üblichen 4-to-the-floor-Bassdrum. In der Zeit spielte ich wie ein Oktopus unzählige Tasteninstrumente der Band “Marbert Rocel” und auf mehr und mehr Festivals tauchten wir im gleichen Line Up auf. Das machte mich damals schon ordentlich stolz. Dass er sich nun meinem Stück „Jingol“ widmete, dem wohl größten Exkurs, den ich mit dem Leipziger GewandhausChor wagte, bringt mein persönliches Fass zum überlaufen. Was mit meinem Album ‚Strom‘ im Alleingang begann, entfaltete sich mit der Kraft unzähliger Stimmen über die ‚Ströme‘ und gipfelt nun in Henriks neu interpretierter Hymne an die Menschheit – der ersten von insgesamt acht Recurrents.”

Henrik Schwarz:
“Endlich mal etwas mit Chor machen. Das hatte ich mir schon lange gewünscht. Martin hat mir das ermöglicht und darüber habe ich mich sehr gefreut. Dabei musste ich dann aber auch schnell feststellen, dass es sich um sehr komplexes Material handelt, was nicht so einfach zu bearbeiten ist. In der Clubmusik versuche ich oft einen Strom aus Musik zu erzeugen, bei dem die Dramatik aus Kanten, Akkord- und plötzlichen Dynamikwechseln, die man aus Orchestermusik kennt, auf andere Weise erscheint. Auf einem Dancefloor werden solche unerwarteten Wendungen oft als störend empfunden, weil sie den Fluss unterbrechen. Die Frage war: Wie kann man die Dramatik der Original-Musik erhalten und trotzdem diesen Strom erzeugen?”

Und hier noch die weiteren Stücke mit ihren Remixern und den VÖ-Daten: 
13.03.20 THIPHY (Peter Broderick Reimagining)
03.04.20 SENIMB (Robag Wruhme Marowk Rehand)
24.04.20 KSYCHA (ÄTNA Who Are You Rework)

Weitere Bearbeitungen von Marlow, Panthera Krause und Hannah Epperson folgen.

 

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