niestolik_bigroombangers_07-2017

Bigroom Bangers by Falko Niestolik


Oliver Heldens
Ibiza 77 (Can You Feel It) (Heldeep Records)

Der Sommer kann kommen, zumindest wenn man dem neuen Oliver-Heldens-Release glauben möchte. Fette Bassline, tolle Vocals, housig und treibend ist das „Ibiza 77“-Thema umgesetzt. Dieser Track ist Spaß pur, ohne nervig zu werden – kurz vor der Peaktime sicher ein Burner. Produktionstechnisch hat sich der Oliver nicht lumpen lassen: Es passt einfach alles, vom Arrangement bis zum Sound-Design. Brett! 10/10

Falko Niestolik feat. C Black
My Girl (S2 Records/Sirup Music)

Es ist vollbracht. Diese Nummer hat bei mir im Studio so viele Anläufe benötigt, dass ich sehr froh bin, sie zu Ende gebracht zu haben – und das dann noch mit so einem tollen Ergebnis. 120 bpm, aber landen wird sie bei dir im Gesicht. Besonders die beiden letzten Singles haben durchaus das Fahrwasser leichter gemacht, sodass sich die Nummer hoffentlich gut platzieren und dem Hörer ordentlich Freude bereiten wird. Feinster Bigroom-Sound – und mit den Vocals von C Black wird es auf dem Festival-Floor ordentlich zur Sache gehen. (ohne Wertung)

Don Diablo
Save A Little Love (Hexagon Records)

Wenn der Meister und Macher von Hexagon mal eine Single auf seinem eigenen Label veröffentlicht, dann muss das schon was ganz Besonderes sein. Don Diablo ist ein Act, der mit seinem Sound die letzten zwei, drei Jahre geprägt hat, und er ist zu Recht dort, wo er sich gerade bewegt. „Save A Little Love“ ist wieder so eine Perle. Beides beherrscht der Don ja in Perfektion, egal ob Single-Produktion oder Remix – wobei die Singles schon besonderes Format haben, was sich auch an der hier vorliegenden Nummer wieder zeigt. Perfekte Vocals, megafette Melodie und ein Druck untenrum, bei dem das Hören eine wahre Freude ist. Knaller! 10/10

Funkerman & Cooperated Souls
Bad Boy Beat (Flamingo Records)

Die Kooperationen der letzten Zeit tun Mr. Funkerman wirklich gut – er lotet zwar seine musikalischen Grenzen aus, aber das klingt alles sehr fett und extrem zeitgemäß. In „Bad Boy Beats“ geht es mit Oldschool-Samples zum einen in die Vergangenheit – und dieser Touch zieht sich dann auch teilweise in den Sound –, auf der anderen Seite schiebt es unten genau so, wie es eine Bigroom-Nummer tun muss. Bei dem Track würde ich sagen: Entweder man mag ihn oder eben nicht, maximal das Sample wird einem auf den Keks gehen. 8/10

Just Kiddin
More To Life (Position Records)

Just Kiddin ist ein Future-House-Act, der quasi kurz vor „ganz groß und definitiv nicht mehr klein“ steht – dementsprechend schwer ist es für die Jungs, einen Weg zu finden, noch weiter zu wachsen. Bei der uns hier vorliegenden Nummer merkt man: Einen solchen Weg einzuschlagen, versuchen sie, was definitiv nicht schlecht ist. Aber obwohl mit „More To Life“ eine schöne Nummer entstanden ist, ist es auch eine, die man schnell wieder vergisst. Das ist schade, weil sie wirklich toll geworden ist: Die Vocals, die Melodie und das Beatpacking, alles toll, aber eben fast zu schön. Schade! 5/10

Damien N-Drix & STV
Let It Ring (SPRS Records)

Damien ist ein ganz großartiger Künstler und hat auch schon für mich einen tollen Remix zu WePlay-Zeiten abgeliefert. In seinem Release hier auf Spinnin Records’ Sublabel SPRS geht es sehr groovig und düster zur Sache. Die Nummer ist gespickt mit zwei, drei uns sehr bekannten Samples, was die Sache etwas auflockert und zum Spielspaß beiträgt, aber sie den Status eines Tools leider nicht übersteigen lässt. Die Breaks sind trocken gehalten und stimmig im Hinblick auf den Gesamt-Track, aber dass das reichen wird, ist zu bezweifeln. Einen kurzen Einsatz wird das Release allemal haben und es ist mal was anderes. 8/10

Cazztek
Came To Get Funky (Thrive Records)

Die Jungs von Cazztek bewegen sich im Bereich der elektronischen Musik – hier ist das mal eine Aussage, die zutrifft. Was das Genre angeht, tummeln sie sich zwischen Trap, House, Electro und Dubstep. Hier ist es nun so ein Mix aus leichtem Electro-House, in den Breaks gibt es ein bisschen Trap mit Dubstep-Anleihen und einen Tech-House-Einschlag hat die Nummer im Finale. Klingt alles zwar sehr durcheinander, im Gesamtbild ist es aber extrem spannend und abwechslungsreich. Ich mag das ja sehr, das Sample ist auch fett und Spaß steht hier ganz vorne. 9/10

Mark Bale & Roger Horton
Pumpin (Housesession)
Also, beide Künstler bewegen sich in der deutschen Clubszene, und das überaus erfolgreich. Zusammen liefern sie „Pumpin“ auf Housesession und der Name hält, was er verspricht. Das Ding groovt und pumpt, was das Zeug hält, der Break ist ausreichend, der Drop funktional und die knapp 4 Minuten überzeugen. Der mitgelieferte Danielle-Diaz-Mix ist da noch ein Stück mehr am Puls der Zeit: Deep und druckvoll biegt er um die Ecke, holt aus dem Original noch ein wenig mehr raus und ist da etwas kompatibler. Der Tommy-The-Sound-Mix fällt leider unter die Rubrik „nicht stattgefunden“. Gutes Release! 9/10

Deepswing
In The Music 2k17 (TIME Records)
Mit Remixen von Klassikern ist das ja immer so eine Sache: Oft ist es schön, sie zu hören, aber man greift dann doch lieber zum Original. Anders ist es hier, denn sowohl mit Michael Feiner als auch mit Spada wurden absolute Hochkaräter geholt und die Umsetzung ist wirklich unglaublich gut. Michael setzt auf Druck und lässt das Ding einfach cool durchmarschieren, auch die Vocals sind bestens platziert – dieser Track ist einfach auf jedem Festival ein Muss. Spada geht da cooler ans Werk: Mehr für den Club, aber eben auch noch näher am Original und einfach fett. Bomben-Release! 10/10

 

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