farbgefühle


Auf der Facebookseite der Farbgefühle Festival-Tour prangt in großen Lettern: “Danke. Bis nächstes Jahr”. Ob es allerdings ein nächstes Jahr für Farbgefühle und den Veranstalter Dominik S aus Haßlinghausen geben wird, steht in den bunten Sternen, denn der 22-jährige sieht sich einer Flut von Klagen gegenüber, wie Der Westen berichtet. Mehr als 50 junge Leute, die für ihn gearbeitet haben und seit Monaten auf ihre Entlohnung warten, haben ihn verklagt und auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Zuletzt wurde die ,,Halloween Horror Night” in der Arena in Oberhausen in letzter Minute abgesagt. Der Veranstalter, die Firma Surray Entertainment habe sich nicht an vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Arena und der Produktionsfirma gehalten, hieß es vom Arena-Betreiber. Dominik S bezeichnet sich selbst als Unternehmer, ist Betreiber einer Agentur für Events und Marketing und Key Account Manager eines Eiscreme-Herstellers wie Der Westen herausgefunden haben will.
Außerdem hat er angeblich an der Macromedia Akademie studiert und kann als Festivalveranstalter auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Am vergangenen Freitag wurde bekannt: Seine “Surray Entertainment UG (haftungsbeschränkt)” mit Sitz in Haßlinghausen ist eine Scheinfirma, berichtet Der Westen.
Seit Mitte September wird das Arbeitsgericht Hagen, das für den EN-Kreis zuständig ist, von einer Prozesslawine regelrecht überrollt: “Gut 50 Klagen sind hier bisher eingegangen, sie richten sich allesamt gegen eine Firma Surray­Entertainment aus Sprockhövel”, wird Jürgen Schlösser, Direktor des Arbeitsgerichts von Der Westen zitiert. “Ein Ende ist nicht abzusehen, denn fast täglich treffen neue Klagen bei uns ein.”
Alleine am vergangenen Freitag wurden vor drei verschiedenen Kammern des Hagener Arbeitsgerichts sechs Prozesse gegen die Event-Firma durchgeführt. Der Hintergrund ist immer der gleiche: Die Kläger, meist Schülerinnen oder Studentinnen, waren über Facebook als Kurzzeitbeschäftigte angeheuert worden und hatten für Dominik S auf einem von ihm organisierten Event stundenlang an der Getränkeausgabe gearbeitet, aber dafür offenbar nie einen Cent erhalten. Je nach Fall geht es um scheinbare Kleckerbeträge zwischen 59 Euro, 80 Euro oder 102 Euro – die Klägerinnen haben dafür über zehn Stunden gearbeitet. Der 22-Jährige selbst verdient sein Geld mit Veranstaltungen wie The Color Festival oder Farbgefühle Festival. Ihr kennt diese Events. Hier wird zu elektronischer Musik getanzt und stündlich werden aus der Menge mit Farbpulver gefüllte Beutel in die Luft geworfen. Offensichtlich hat es Dominik S aber jetzt zu bunt getrieben.

 

Achtung: Hier sind Neuigkeiten im Fall Farbgefühle.

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