Festival in UK toppt alles – noch schlechter als das legendäre Fyre Festival?

Festival in UK toppt alles – noch schlechter als das legendäre Fyre Festival?

Das britische Event Save The Rave ist nach seiner Ausgabe in Cornwall mit zahlreichen Beschwerden von Besuchern und auftretenden Artists konfrontiert.

Die Veranstaltung am Royal Cornwall Showground im britischen Wadebridge wurde bereits mit dem berüchtigten Fyre Festival von 2017 verglichen. Das als Open-Air-Rave mit 90er-Nostalgie und Club-Klassikern beworbene Event fand am Samstag, 12. September, statt.

Nach Angaben von Cornwall Live kamen jedoch deutlich weniger Menschen als von den Veranstaltern erwartet. Dadurch sollen auch Händler finanzielle Verluste erlitten haben. Ein Anbieter erklärte, sein Team habe erheblichen Aufwand in Personal und Waren investiert.

Trotz einer angeblich zugesagten Ausgleichszahlung sei ein Verlust von umgerechnet rund 8.050 Euro entstanden. Auch Besucher äußerten sich kritisch zur Versorgung vor Ort. Eine Besucherin bemängelte auf Facebook unter anderem die hygienischen Zustände an einer Bar.

Demnach habe ein Mitarbeiter seine Hände in einen Eimer mit Eis gesteckt, das anschließend für Getränke verwendet worden sei. Ein anderer Gast bezeichnete die Veranstaltung gegenüber dem Liverpool Echo als „shit show“ und „absolute shambles“.

Außerdem soll bereits gegen 17.30 Uhr der Alkohol ausgegangen sein, obwohl die Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Stunden hätte laufen sollen. Auch bei den gebuchten Acts gibt es offenbar offene Rechnungen.

Die Eventfirma Dyard Events erklärte gegenüber Cornwall Live, dass zehn DJs und zwei Tänzer, die sie für Save The Rave gebucht hatte, bislang nicht bezahlt worden seien. Die Inhaberin behauptete, weder auf Nachrichten noch auf Anrufe habe es eine Reaktion gegeben.

Auch die für die Künstler reservierte Unterkunft im Premier Inn sei bei deren Ankunft nicht gebucht gewesen. Für zusätzliche Irritation sorgte laut Dyard Events die Bühne. Statt einer regulären Konstruktion habe es sich lediglich um einen Pavillon mit einem Tisch darunter gehandelt.

Die Artists hätten ihre Auftritte dort nur noch „lachend“ absolvieren können. Save The Rave veröffentlichte am Sonntag eine Stellungnahme und verwies darin auf „ernste Sicherheitsbedenken“ bereits zu Beginn der Veranstaltung.

Grund seien „unzureichende Absperrungen“ gewesen. Nach Angaben eines Sprechers sei dem Veranstalter zugesichert worden, dass niemand in den genutzten Bereich des Geländes gelangen könne.

Tatsächlich seien mehrere Fahrzeuge und Personen durch den Veranstaltungsbereich gefahren beziehungsweise gelaufen. Ein großer Teil des Areals sei offen gewesen, weshalb die Veranstaltung aus Sicht des Veranstalters nicht sicher durchgeführt werden konnte.

Quelle: Mixmag

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