fmbelfast


Normalerweise muss man mit Pressetexten zu neuen Releases immer mehr als vorsichtig umgehen. So stand in der Ankündigung zu FM Belfasts viertem Album „Island Broadcast“ so etwas wie „Indie-Pop-Perlen mit Dancefloor-Potential“. Schon sind die Kopfhörer an gestöpselt. Die Umgebung: Gemütliches Wohnzimmer, Zimt-Plätzchen und Kakao. Doch schon ab dem ersten Moment würde ich das Wohnzimmer gerne gegen einen Club oder wenigstens meine Auto-Anlage tauschen. Die Dancefloor-Anleihen in Form von druckvollen Drum Maschines, rollenden Synthbässen und quirligen Arpeggios sind einfach zu verführerisch. Hier trifft großes Sounddesign auf gefühlvolles Songwriting. Gerade die kontrastierende Inszenierung von überdimensionalen Hooks und feingesponnen Frickelsounds im Vers machen einen besonderen Reiz aus. Genauso wie die Vocals verschiedener Bandmitglieder. Obwohl FM Belfast eine Indie-Band ist, sind manche Passagen verdammt eingängig und fast ein bisschen kitschig, doch auf eine charmante Art und Weise. „Island Broadcast“ ist fester Bestandteil meiner Playlist geworden, deswegen: 10/10 Basti Gies