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JA/NEIN – Format:B
Afterhour (das koma-philosophische Duell)

JA:
Jakob: Ich sag‘ mal, ohne After-Spaß bleibt jede Feier blass. Farbloses Rumgefeiere ohne konsequenten Abschluss? Nicht mit mir, liebe Feten-Freunde! Afterhourn ist für mich primär gesellschaftliches Statement. Der kollektive Kieferschwenk gegen das Establishment. Der konsequente Gegenentwurf zu porösen Stammtischparolen. Substantiell optimiert visionäres Vordenkertum eines kosmopolitischen Vis-à-Vis. Erst wenn der Nasenbär Pogo tanzt, geht der geile Scheiß ab. Diagonal statt gradlinig denken, wo andere noch im Kreis krebsen – das ist die Devise! Da wird der hinterletzte Büroschwengel zur Partygranate, dass sich hiesige Seismologen die Stirnglatze kneten. Wurde auf deutschen Schulhöfen noch kürzlich die erste Filterkippe in der hohlen Hand gepafft, gehen jetzt bundesweit geile Vibes massiv steil. Darauf kommt’s mir an. Nein zur sozialen Robotik, sag ich da. Afterhour heißt für mich Trends erkennen, Tendenzen extrahieren, die Essenz manifestieren. Leader sein, nicht Follower. Fliege statt Haufen, Braunbär statt Forelle, Hammer statt Nagel. Oder ganz einfach gesagt: Man erlebt das politische Sentiment unseren existenzialisierten Zeit auf chauvinistische Weise hautnah. Was euch an Grips fehlt, gleich ich nämlich durch Blödheit locker wieder aus. Wo andere gegen die Funierholzplatte ihrer Schrankwand denken, denk ich einfach durch! Mit zentrifugaler Energie! Joie de vivre der Generation X-ray, Alter!

NEIN:
Franz: Au contraire, mon ami! Große Nase, nix dahinter! Haltloses prätentiöses Rumgeschnösel. Ganz dünne Anbiete, Keule. Verkerztes Geschwürbel, ein intellektuelles Wurmloch mit fad-analem Beigeschmack. Sonntäglicher Winkel-Brie-Psychologismus. Ich dagegen gehe nach dem Auflegen lieber noch ein Ründchen joggen in der frischen Morgenluft, denn ich verbringe meine Sonntage gerne gutbürgerlich. Wenn sich andere kauend in den Armen lallen, läuft bei mir das Frühstücksfernsehen. Für mich gibt’s nichts besseres, als sonntags meinen Vorgartenrasen mit einem gepflegten 7mm-Greencut zu coupieren. Rein in die britischen Morgensocken und einen frischen Grüntee aufbrühen. Dann auf der Terrasse das Polit-Feuilleton der Bild am Sonntag aufschlagen. Nachmittags hol ich dann gern die Teakholz-Politur aus der Garage und versiegle die Terrassengarnitur gegen unerwünschte Wetterkorrosion. Dann noch mit dem Swiffer-Staubmagnet die Plattensammlung abwedeln. Gern sortier ich abends noch ein paar Quittungen, denn Ordnung ist mir allzeit wichtig. Außerdem möcht ich ja fit sein, wenn ich montags um 8:30 Uhr im Format:B-Büro beim Formatik Morning Meeting unsere motivierten Mitarbeiter begrüße. Punkt 9:00 Uhr wird der Regler hoch geschoben und die erste Bassdrum angestimmt. Laubenpieper statt hedonistischem Rumgeschmiere!

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