
Der Brite Michael Greene, besser bekannt als Fort Romeau, veröffentlicht sein drittes Album, das vor allem unter dem Eindruck der Pandemie und der zum größten Teil brachliegen- den Dancefloors entstanden ist. Hat er mit seinen EPs in den letzten Jahren vor allem eben genannten Floor bedient, geht es dieses Mal etwas breit gefächerter zu, Fort Romeau nutzt den sich gebenden Raum, um sich auszubreiten. Wie auch bei seinen früheren Alben lässt er sich von Bildern inspirieren, in diesem Fall vor allem vom Foto „Power of Grace“ des Dalí-Schützlings Steven Arnold. Getrieben von seiner Vorstellungskraft und der surrealistischen Idee, dass Träume es uns ermöglichen, eine bessere Realität zu erschaffen, ist „Beings Of Lights“ ein komplexer Trip, der mit Viervierteltakt lockt, uns aber in tiefe Traumwelten zieht, hypnotisch umgarnend, mal monoton, mal sphärisch und mäandernd. Deepe House-Rhythmen sagen auch kräftig „Guten Tag“, gefolgt von Ambient-Wolken. Ein Album, das etwas Melancholie, Rastlosigkeit, Schwebezustand, Horizont und Hoffnung transportiert. 10 Tech Guardiola