Eine junge US-Amerikanerin starb nach dem Konsum von Drogen im Berghain. Nun äußerte sich der Witwer zu den Vorfällen in der ZDF-Sendung Frontal 21 und berichtete von der Todesnacht.

Die Partyszene war geschockt nach diesem tragischen Vorfall. Das junge Paar aus den USA ging ins Berghain zum feiern. Dort nahm die Frau, Jenifer, zwei Ecstasy-Pillen und starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Offenbar starb sie an einem Kreislaufzusammenbruch und Organversagen.

Erst im Frühjahr 2018 wurde die Geschichte publik und zog große Kreise. Zwei Jahre später meldete sich der 38-jährige Witwer zu Wort und erzählt von der Nacht, die sein Leben für immer veränderte. Der Beitrag in der Sendung startet ab 09:09 Min., der Witwer kommt ab 12:39 Min. zu Wort, HIER könnt ihr in sehen.

Wenigstens einmal in ihrem Leben wollten er und seine Frau in das legendäre Berghain in Berlin. Im Zuge einer Europareise waren sie in Berlin und schafften es an den Türstehern vorbei. Bekanntlich ist das Berghain auch für seine gnadenlose Tür berüchtigt.

Was weder für das Paar, noch in einem Berliner Club ungewöhnlich ist, nahmen die beiden Ecstasy. Auch in ihrer Heimat Kalifornien gingen die beiden gern aus und nahmen gelegentlich Drogen. Jedoch waren die Pillen, die sie in Berlin nahmen, extrem hoch dosiert.

Jenifer war plötzlich verschwunden. Ihr Mann suchte nach ihr, bis er schließlich eine Nachricht von ihr bekam: „Deine Freundin hat eine Überdosis genommen, sie braucht Hilfe, komm‘ die Treppe runter“. Als Carlo seine Frau fand, hatte sie weißen Schaum vor dem Mund und war kaum noch ansprechbar.

In der Notaufnahme starb Jenifer dann an der Überdosis MDMA. Ein Bluttest ergab, dass sie die elffache Menge des Wirkstoffs im Körper hatte, die eine normale Ecstasy-Pille beinhaltet. Ob sie wirklich nur zwei Pillen genommen hatte? Man weiß es nicht.

Jedenfalls hat sich der Witwer Carlo nun dazu entschieden, über den Vorfall zu sprechen, um einen offeneren Umgang mit Drogen zu plädieren. Da die Drogen illegal sind, will niemand darüber reden. Dabei müsse das Thema aus der Tabu-Zone herausgeholt werden.

Die Politiker wollen nun sogenanntes Drug-Checking in Berlin anbieten. Traurig, dass erst Menschen sterben müssen, um einen Service anzubieten, der in der Schweiz seit 20 Jahren Gang und Gäbe ist.

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Quelle: ZDF Frontal 21