
Nach einer durchfeierten Nacht auf einem Rave endete eine Autofahrt für einen jungen Mann tödlich. Ein damals 19-jähriger Student aus Westwales verursachte am Sonntagmorgen einen schweren Unfall auf der A4136 bei Monmouth – unter Alkohol- und Drogeneinfluss.
Einer seiner beiden Mitfahrer, ebenfalls 19 Jahre alt, kam ums Leben. Die drei jungen Männer waren am 12. November gegen Mitternacht auf einer illegalen Rave-Party im Forest of Dean angekommen.
Laut Staatsanwaltschaft feierten sie dort bis zum Morgen, konsumierten Alkohol sowie verschiedene Drogen, darunter Ketamin und MDMA. Einer der Freunde war so besorgt um den Fahrer, dass er ihm zwischenzeitlich den Autoschlüssel wegnahm, um ihn vom Fahren abzuhalten.
Doch der Student bestand darauf, dass er wieder fahrtüchtig sei. Gegen Mittag entschieden sie sich, in Richtung Bristol aufzubrechen, um Essen zu besorgen. Auf dem Weg verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug.
Er nahm eine Rechtskurve nicht richtig, überkorrigierte und prallte gegen eine Böschung. Das Auto überschlug sich mehrfach. Als der Wagen zum Stehen kam, zeigte der 19-jährige Beifahrer keine Reaktion mehr.
Notdienste trafen kurz nach dem Unfall ein. Während der Fahrer festgenommen wurde, wurde der Tod des Mitfahrers bestätigt. Die Polizei stellte beim Fahrer Alkoholgeruch, gerötete und glasige Augen fest. Schnelltests auf Alkohol und Drogen fielen positiv aus.
In der anschließenden Untersuchung wurden 0,45 Gramm Kokain im Auto gefunden. Auf der Wache ergaben Atem- und Bluttests einen Alkoholwert von 55 Mikrogramm pro 100 Milliliter – beinahe doppelt so viel wie gesetzlich erlaubt – sowie Rückstände von Ketamin und MDMA. Der Fahrer gab an, geglaubt zu haben, er sei nüchtern genug gewesen, um zu fahren.
Bei seiner Festnahme sagte er: „Mein Freund ist tot. Ich habe meinen Freund gerade umgebracht.“ Später vor Gericht zeigte er sich reumütig und gestand alle Anklagepunkte – darunter fahrlässige Tötung unter Einfluss von Alkohol, Ketamin und MDMA sowie Besitz von Kokain.
Zum Zeitpunkt des Prozesses war der Angeklagte 21 Jahre alt, Student einer Universität in Südengland und bislang ohne Vorstrafen. Die Mutter des Verstorbenen schilderte den Schmerz über den Verlust ihres Sohnes als „unbeschreiblich“.
Der Richter bezeichnete den Fall als „verzweifelt traurig“ und betonte, dass der Fahrer seinem Freund die Zukunft genommen habe. Es folgte eine Verurteilung zu vier Jahren und acht Monaten Jugendhaft. Zusätzlich wurde ein Fahrverbot von über sieben Jahren verhängt, verbunden mit einer späteren Wiederholungsprüfung.
Quelle: Tivy Side
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