
Mode und Techno gehören längst zusammen. Wer in den Club geht, entscheidet sich nicht nur für Musik, sondern oft auch für einen Look, der etwas über die eigene Haltung erzählt oder in dem man sich wohlfühlt. Zwischen Funktionalität, Subkultur und Statussymbol wird Kleidung dabei schnell zur politischen und sozialen Aussage. Doch welche Brands passen tatsächlich zur Szene – und welche versuchen nur, vom Rave-Image zu profitieren? Ich stelle euch fünf Labels vor, die in der Techno-Kultur eine Rolle spielen und die jede Raver kennen sollte.
Miista
Miista hat sich mit ihren ungewöhnlichen Schuhdesigns einen festen Platz zwischen Fashion, Avantgarde und Clubkultur erarbeitet. Die Modelle fallen auf, ohne dabei klassisch „glamourös“ zu wirken – genau das macht sie für viele Menschen aus der elektronischen Szene interessant. Statt sich an kurzlebigen Trends zu orientieren, setzt die Brand auf eigenständige Silhouetten und einen Look, der sich besonders gut mit Club- und Rave-Outfits kombinieren lässt. Auch hinter den Decks ist Miista längst angekommen. Viele DJs tragen die Schuhe regelmäßig und schätzen dabei nicht nur das markante Design, sondern auch den Komfort. Gerade bei langen DJ-Sets und Nächten, in denen man stundenlang auf den Beinen ist, spielt das eine wichtige Rolle. Miista verbindet damit zwei Dinge, die in der Clubwelt nicht selbstverständlich zusammenkommen: einen auffälligen Fashion-Ansatz und Schuhe, die sich auch über viele Stunden tragen lassen.
GMBH
Schon seit mehreren Jahren stolziert GMBH zweimal im Jahr mit neuen Kollektionen über die Berliner Fashion Week. Die im Jahr 2016 von Serhat Isik und Benjamin Alexander Huseby ins Leben gerufene Brand konnte schon früh viele Menschen überzeugen. Einflüsse aus Techno, Workwear, Couture und der Berliner Subkultur treffen dabei auf markante Silhouetten und eine bewusst eigenständige Ästhetik. Dass GMBH eng mit der elektronischen Musikszene verbunden ist, zeigt sich nicht nur in den Kollektionen. Bei der Berliner Fashion Week 2026 stand mit Techno-Legende Len Faki sogar ein bekanntes Gesicht der Szene auf dem Laufsteg. Für einen Moment verschwammen damit die Grenzen zwischen Club und Catwalk – genau die Verbindung, für die GMBH seit Jahren steht. GMBH ist damit mehr als ein Fashion-Label: Die Brand schafft es, die Energie und Haltung der Berliner Kultur in eine internationale Modesprache zu übersetzen – politisch, provokant und trotzdem tragbar.
pinqponq
pinqponq verbindet minimalistisches Design mit durchdachter Funktionalität und ist damit längst auch in der Club- und Festivalszene angekommen. Besonders die Bauchtaschen sind bei vielen DJs und Clubgänger beliebt – vor allem wegen ihres großzügigen Stauraums. Smartphone, Schlüssel, Portemonnaie und andere Essentials finden problemlos Platz, während die Hände frei bleiben. Damit sind die Bags der perfekte Begleiter für lange Nächte auf dem Dancefloor – praktisch, komfortabel und trotzdem stylisch.
New Rock
New Rock ist eine Marke, bei der Schuhe definitiv mehr als nur ein Accessoire sind. Die spanische Brand wurde 1978 gegründet und ist vor allem für ihre schweren Boots mit markanten Plateausohlen, Metall-Details und einer unverwechselbaren Gothic- und Punk-Ästhetik bekannt. Ursprünglich stark mit der Biker-, Punk- und Metal-Szene verbunden, haben sich New Rocks längst ihren Weg in die Club- und Rave-Kultur gebahnt. Die auffälligen Boots funktionieren dabei besonders gut als Statement-Piece und verleihen selbst einem minimalistischen Outfit sofort eine ganz eigene Attitüde. Wer mit New Rocks auf dem Dancefloor steht, trägt definitiv keine Schuhe, die sich im Hintergrund halten.
Weekday
Weekday gehört zu den Brands, die längst über klassische Streetwear hinausgewachsen sind. Die schwedische Marke wurde 2002 in Stockholm gegründet und ist besonders für ihre Denim-Pieces, weiten Schnitte und unkomplizierten Basics bekannt. Dabei trifft skandinavischer Minimalismus auf eine gewisse Rebellion – genau die Mischung, die Weekday auch für die Club- und Rave-Szene interessant macht. Ob Baggy Jeans, Oversized-Shirts oder schlichte Pieces in Schwarz und Grau: Die Kleidung lässt sich leicht kombinieren und funktioniert sowohl im Alltag als auch auf dem Dancefloor. Weekday versteht sich dabei selbst als Plattform für Jugendkultur, neue Identitäten und individuellen Ausdruck – und passt damit ziemlich gut zur Idee, dass Mode in der Techno-Szene mehr sein kann als nur ein Outfit.
Das könnte euch auch interessieren:




