Fusion Festival: Diskussion um respektlose DJ-Egos und fehlende Tracklists

Der deutsche DJ und Produzent Solee hat auf Instagram einen Post über DJ-Egos und den Umgang mit Produzentinnen und Produzenten veröffentlicht. Der Future-Romance-Gründer kritisiert, dass bei Diskussionen über Moral, No-Photo-Policies oder Kapitalismus ein wesentlicher Aspekt oft untergehe: die Anerkennung jener Künstler, deren Musik DJs in ihren Sets spielen. Nach eigenen Angaben habe er rund 100 Mitschnitte der diesjährigen Fusion auf SoundCloud gehört – bei weniger als zehn Prozent sei eine Tracklist hinterlegt gewesen.

„Jeder redet momentan über die Fusion-Sets“, beginnt Solee seinen Beitrag. „DJs laden ihre Sets hoch. Es gibt Debatten über Ethik, den Spirit des Festivals, No-Photo-Policies und eine Szene, die langsam, aber sicher immer mehr von Bloßstellung, Selbstdarstellung und Kapitalismus geprägt ist.“

Ein Aspekt komme seiner Ansicht nach dabei jedoch zu kurz: die Frage nach den Tracklists. Nach eigenen Angaben hörte sich Solee knapp 100 Mitschnitte der diesjährigen Fusion auf SoundCloud an – weniger als zehn Prozent seien mit einer Tracklist versehen gewesen. Wer die Musik anderer Künstler in seinen Sets spiele, sollte die verwendeten Tracks auch entsprechend ausweisen, fordert der Produzent, der selbst bereits mehrfach auf der Fusion auftrat und dort unter anderem das Opening auf der legendären Turmbühne spielte.

Soll die Szene menschlich, offen und ihren Wurzeln verbunden bleiben, brauche es aus seiner Sicht ein Umdenken. „Weniger Ego, weniger ‚Mystik‘. Mehr Respekt für die Leute, die die Musik tatsächlich produzieren.“

Den ganzen Post könnt ihr hier lesen:

Foto: Privat

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