Gaming-Künstlerin feiert Ausstellung im Berghain

In der elektronischen Musikszene Deutschlands ist wohl kein Name so geläufig, wie das Berghain. Der weltweit beliebte Club macht hin und wieder allerdings auch Platz für andere Kulturprojekte.

Ganz aktuell kann dort beispielsweise eine Ausstellung der britischen Videospiel-Künstlerin Danielle Brathwaite-Shirley besucht werden. Mit sphärischen Klängen, künstlicher Nebelmaschine und dystopischer Atmosphäre passt der Standort auf jeden Fall.

Mit der Kunstinstallation „The Soul Station“ hat Brathwaite-Shirley ihre Gaming-Arbeiten zusammengefasst, in denen sie künstlerisch den Geschichten marginalisierter Gruppen, wie der Black- oder Transgender-Community, nachforscht.

Besucher werden aufgefordert über verschiedene körperhohe Bildschirme die eigenen Seele zu scannen. „Wir leben in einer sehr bewertenden Welt, in der das Urteil mit einem schnellen ‚Hammer der Gerechtigkeit‘ über uns gefällt wird“, so die Künstlerin.

„Die Sollstation versucht, ihnen einen Moment dieser Selbsteinschätzung zu geben und ihnen zu ermöglichen, zu bestimmen, was sie denken, dass sie sind, ohne dass es sich um eine Art ‚Lehrfabrik‘ handelt, die jemanden besser machen soll.“

Im Mittelpunkt der Installation steht eine kleine Arena, in dessen Zentrum zwei Besucher Platz nehmen können und sich per Avatar an einer Leinwand durch eine Parallelwelt bewegen. Dabei spielen sie nicht gegen- sondern miteinander.

„Auch Science Fiction oder Fantasy-Filme sind immer wieder eine Spiegelung von unserer Gesellschaft. Man träumt von anderen Welten. Man träumt von anderen Kulturen. Aber am Ende geht es um die gleichen Beziehungen und gesellschaftliche Fragen“, so Kurator Boris Magrini.

Brathwaite-Shirley dazu: „Ich bin selbst eine große Videospiel-Liebhaberin, und für mich sind Videospiele großartig, weil sie eine so aktive Auseinandersetzung mit der Welt, aber auch mit Entscheidungen darstellen. Es ermöglicht dir, andere Entscheidungen durchzuspielen, die du treffen könntest, und macht so deine eigene Moral sichtbar.“

Quelle: NDR

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