Kleidung ist für die meisten Menschen mehr als nur eine wärmende Stoffschicht, die sie am Körper tragen. Vielmehr hilft Mode uns dabei, unser Inneres auszudrücken: Wie wir uns kleiden, sagt viel darüber aus, wer wir sind. Der eine greift lieber zu dezenten Farben, der andere mag es schrill und auffällig. Manche Menschen eifern den neuesten Trends nach, während andere es lieber klassisch oder vintage mögen. Dabei kann – je nachdem, in welchen Läden ihr einkauft – für die Mode ein beträchtlicher Teil des Monatseinkommens draufgehen. Mit den folgenden Tipps spart ihr jedoch einige Euros, die sich letztendlich summieren können. Hier kommen die besten Tipps für Schnäppchenjäger:

1. Teure Kleidung kaufen

Zugegeben – dieser Tipp klingt auf den ersten Blick etwas kontraintuitiv. Mehr Geld ausgeben und dabei sparen? Es geht jedoch bei dem Hinweis nicht unbedingt um den Preis der Kleidung, sondern um die Qualität der Anziehsachen. Die Fast-Fashion-Industrie, die davon lebt, jede Saison neue Trends herauszubringen, produziert selten Kleidung, die lange haltbar ist. Stattdessen kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass die Mode aus diesem Winter im nächsten Jahr bereits in der Tonne liegt. Wer also Mode konsumiert, die nach wenigen Waschgängen bereits ausgeleiert ist und ersetzt werden muss, schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel. Investiert stattdessen lieber in hochwertige Teile, die ihr dann auch wirklich lange und gern anzieht. Und wenn die euch irgendwann doch nicht mehr gefallen, könnt ihr sie immer noch an Freunde weitergeben oder Second Hand verkaufen.

2. Off-Season und Sale

Egal ob im Online-Handel oder stationär im Geschäft: Irgendetwas ist immer im Sale. Wer auf gut Glück durch die Läden streift und auf der Suche nach besonders günstigen Schnäppchen ist, gibt langfristig vermutlich mehr Geld aus als nötig. Fehlt jedoch ein konkretes Teil, beispielsweise eine Winterjacke oder ein Sommerkleid, macht es Sinn, gezielt antizyklisch zu kaufen. Ein Beispiel: Ihr sucht nach einem kuscheligen Herren-Daunenmantel, um im Winter warm angezogen zu sein. Am teuersten ist die Jacke zu Beginn des Winters. Wer stattdessen zwei Monate abwartet und währenddessen noch die Jacke aus dem letzten Winter trägt, kann zum Ende der Saison hin ordentlich sparen. Bis zu 70 Prozent Preisunterschied können auf diese Weise zustande kommen.

3. Keine Frustkäufe mehr

Prüfung verhauen, Arbeit stresst, Streit mit dem Partner – Shopping hilft? Diese innere Logik haben tatsächlich viele Menschen, die regelmäßig Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht benötigen. Oft ist uns das dabei gar nicht bewusst. Und tatsächlich: Ein neues, schönes Kleidungsstück zu kaufen, in dem wir uns besonders attraktiv fühlen, kann kurzfristig das Selbstwertgefühl stärken. Langfristig liegt es jedoch eher ungetragen im Schrank, möglicherweise sogar neben den fünf Teilen, die im Grunde fast genauso aussehen. Sinnvoller ist es daher, sich anderweitig zu trösten und Selbstfürsorge zu betreiben. Beispielsweise mit einem netten Abend mit guten Freunden oder der Familie, einem langen Spaziergang oder anderen Aktivitäten, die wir genießen.

4. Reparieren, tauschen, Second Hand

Häufig ist es so, dass Kleidung, die einen Makel aufweist, nur allzu schnell im Müll landet. In den meisten Fällen ist das überhaupt nicht nötig. Insbesondere bei qualitativ hochwertigen Teilen lohnt es sich, die Kleider stattdessen zu reparieren. Löcher in Hosen oder Socken beispielsweise lassen sich mit etwas Geschick selbst stopfen. Auch Reißverschlüsse zu reparieren, ist kein Hexenwerk. Kleidung, die noch gut in Schuss ist, jedoch nicht mehr getragen wird oder schlichtweg ein Fehlkauf war, kann man noch weiterverkaufen oder tauschen. Dafür gibt es online diverse Kleidertauschbörsen, in denen gebrauchte Sachen günstig gegen etwas anderes Gebrauchtes getauscht werden können. Alternativ macht es auch Spaß, mit Freunden Kleidertausch-Partys zu organisieren – vor allem, wenn man eine ähnliche Kleidergröße trägt. So kommt man in netter Runde zusammen und jeder verlässt den Abend bestenfalls mit ein paar neuen Lieblingsstücken. Zuletzt spart es auch langfristig einfach eine Menge Geld, Kleidung nicht neu, sondern gebraucht zu kaufen. Auf Second-Hand-Portalen oder in lokalen Second-Hand-Geschäften lassen sich mit etwas Glück sogar Markenklamotten zu bezahlbaren Preisen finden, die oft sogar kaum getragen worden sind.

5. Weniger ist mehr

Der letzte Tipp, um weniger Geld beim Shoppen auszugeben, ist denkbar einfach: Weniger shoppen! Das ist vermeintlich leichter gesagt als getan, denn natürlich möchte man möglichst gut angezogen sein. In der Minimalismus-Bewegung ist zu diesem Zweck in den letzten Jahren vermehrt der Trend der sogenannten „Capsule-Wardrobe“ aufgekommen. Das bedeutet, dass man mit einer sehr kleinen Anzahl an Kleidungsstücken auskommt – meist sind es unter fünfzig. Dabei handelt es sich vor allem um Basic-Stücke, die leicht kombinierbar sind. Das Ziel ist es, eine Garderobe zu kreieren, in der zuletzt alles zueinander passt und man – trotz wenig Kleidung – immer gut angezogen ist.