
In Glasgow wurde ein 37-jähriger Geschäftsmann wegen der Organisation einer illegalen Rave-Party verurteilt.
Robert Kieszek, Betreiber des Imbisses The Cheesebox, hatte im Februar 2024 in einem Veranstaltungsraum namens „Surge“ im Stadtteil Tradeston eine DJ-Nacht ohne entsprechende Genehmigung durchgeführt.
Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 1.040 Pfund (umgerechnet 1179,27 Euro). Der polnische Staatsbürger behauptete vor Gericht, er habe eine Ausnahmegenehmigung, da es sich um eine Ausbildung für Nachwuchs-DJs handelte.
Der Sheriff Court in Glasgow befand ihn jedoch schuldig, die Räumlichkeiten ohne Lizenz für öffentliche Unterhaltung genutzt zu haben. Der zuständige Sheriff erklärte in seinem Urteil: „Ich glaube nicht, dass Sie im Zeugenstand völlig ehrlich waren und einige Fragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet haben.“
Er wies darauf hin, dass während der Veranstaltung Alkohol konsumiert wurde und somit klar sei, dass eine Unterhaltungsveranstaltung stattgefunden habe. Der Sheriff ergänzte: „Angesichts all der Organisation, die Sie für diese Veranstaltungen betrieben haben, hätten Sie zur Sicherheit einfach eine Lizenz beantragen müssen.“
Er betonte, die Gebühren für eine solche Genehmigung seien „für eine einmalige Zahlung nicht übermäßig hoch“. Während des Prozesses wurde bekannt, dass der Beschuldigte mit Groove City Radio eine „Show“ im Lokal veranstaltet hatte.
Nach eigenen Angaben fanden dort unter der Woche DJ-Trainings statt, während am Wochenende Live-Sets gespielt und teils über soziale Medien übertragen wurden. Besucher seien „eingeladen“ gewesen, und das Event sei über Instagram beworben worden.
Der Mann erklärte, den Gästen sei jeweils eine Dose Bier kostenlos gegeben worden, manche hätten aber auch eigenen Alkohol mitgebracht. Berichte, wonach die Polizei bei der Razzia 250 Personen angetroffen habe, wies er als „Lüge“ zurück.
Laut Polizeibeamten befanden sich jedoch „mehr als 150 Personen“ im Gebäude. Ein Polizeibeamter gab an, dass ihm bei der Kontrolle keine gültigen Unterlagen vorgelegt wurden.
„Die Beweise und die Aussagen mehrerer Beamter bestätigen, dass die Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung nicht erfüllt waren“, sagte er. Zudem habe der Veranstaltungsort erhebliche Sicherheitsmängel aufgewiesen.
Bei der Durchsuchung beschlagnahmte die Polizei DJ-Equipment. Laut Protokoll waren in den Räumen Wärmemelder, Nebelmaschinen sowie Sofas und Stühle installiert. Verteidiger Simon Whyte erklärte abschließend, sein Mandant habe den Betrieb eingestellt und sei nicht länger im DJ-Geschäft tätig.
Quelle: Glasgow Times
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