gregortresher_quietdistortion



Kurz vor Redaktionsschluss ereilte mich noch das neue Gregor-Tresher-Album. Ich habe sämtliche Alben, wie ich bereits in der Maxirezension erwähnte. Nun bin ich sehr gespannt auf „Quiet Distortion“. „Numb“ ist das klassische Intro und „Surrender“ der klassische Starter, der uns dabei hilft, tief in Gregors Klangwelten abzutauchen. „Consistency“ bildet den Startertrack für dein Set, mit dem du eine klare Richtung gleich zu Beginn aufzeigen kannst. „Tyrant“ finde ich, wie bereits bei der Singlebesprechung erwähnte bis hierher am interessantesten, da hier eine eigenwillig modulierte 303 auf eine wunderschön darauf abgestimmte tresheresque Hauptthemasequenz trifft und dich in einen Traumzustand mitten auf der Tanzfläche versetzen kann. „Quiet Distortion“ beginnt etwas ruhiger und nimmt dich mit auf eine Reise, ohne dabei verhindern zu können, dass dein ganzer Körper sich mitbewegen muss. Eine Mixtur aus verträumtem Hinabgleiten und ausgelassener Aufforderung zum Tanz. „Safehouse“ bildet einen Zwischentrack in diesem Album. Hier erwartet uns kein 4/4- sondern ein Elektrobeat mit Flächen und will wohl einen Übergang zum nächsten Abschnitt des Albums einleiten, bei dem der Fokus deutlicher auf dem Dancefloor liegt. „The Kraken“ weist genau in diese Richtung. Ich rate dazu, das Album und jeden Track mehrfach zu hören, denn sie sind in ihrer Soundstruktur sehr vielschichtig und nicht für jedes Ohr sofort ganz zu erfassen, wobei ich mich hiervon nicht ausnehmen will. „Riot Gear“ enthält wiederum für Gregor Tresher höchst charakteristische Sounds und du erfasst es nicht sofort sondern eher beim zweiten oder dritten Mal des Anhörens. Hier erwartet uns Gregors verspieltere, schrägere Seite. „Depend“ ist da bereits ein wenig klarer angesiedelt. Hier passiert nicht viel könnte man meinen. Weit gefehlt, denn weniger ist mehr. Das gilt ebenfalls für diesen Track. Wenn Gregor dann in diesem minimalen Stück wieder ein wenig auf seinem vermuteten Synthie herumklimpert und Drive hinzufügt, dann ruft dies ein eindeutiges Grinsen in meinem Gesicht hervor. „Decades“ ist wiederum ein Zwischentrack mit Elektrobeat, der den letzten Part des Albums einleiten soll. Wer „Goliath“ noch nicht kennt, der sollte spätestens beim Album darauf aufmerksam werden. Hier erwartet uns ein sehr schönes Hauptthema, das sich langsam anschleichend immer mehr aufbaut und in seinen Bann zieht. „Give It All Away“ ist der würdige Abschluss eines sehr gelungenen Albums. Anspieltipp: Consistency, Tyrant, Quiet Distortion, Depend, Goliath. 10/10 Manuel Lauro