mm-020 a guided tour to m=minimal CDinternet


Es geht um die Reduktion auf bestimmte Elemente, um minimale Kompositionstechniken. Dafür steht das Berliner Label m=minimal. Dort haben schon illustre Künstler wie Conrad Schnitzler, Ricardo Villalobos und Max Loderbauer, oder auch Nicholas Desamory veröffentlicht. Denn Minimal ist keinesfalls nur jener grässliche, gleichklingende und nichtssagende Sound, den wir vor ein paar Jahren noch in nahezu jedem Club stundenlang ertragen mussten. Nein, schließlich gibt es auch großartige Musiker wie Steve Reich, die die Besinnung auf das Wesentliche zu einer spannenden Kunst erhoben haben. Und so steht man auch bei m=minimal für klugen Minimalismus. Auf einer jetzt (digital) erscheinenden Compilation mit sieben Stücken werden die vielfältige Möglichkeiten der Aussparung deutlich. Tiefe Ambient-Atemzüge, krautige Sachen, coole Rhythmusarbeit, spacige Grooves oder auch moderne Klassikeinschübe. Das alles gekonnt auf den Punkt gebracht und auch mal etwas verschrobener. Mit von der Partie sind Superconnection (zusammen mit Rupert Huber von Tosca), Ernstalbrecht Siebler, Andreas Reihse (bekannt von Kreidler), Christian Borngräber, Borngräber & Strüver sowie Denseland. Dafür 9 Punkte / BS