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Die Loveparade-Katastrophe zählt wohl zu einer der schrecklichsten Geschichten der Event- und Musikszene. Bei einer Massenpanik der bekannten elektronischen Musikveranstaltung in Duisburg kamen damals 21 Menschen um, viele Hundert weitere wurden schwer verletzt. Nun kam ein Gutachter zum Entschluss, dass die Tragödie schon im Vorfeld hätte verhindert werden können.

Bereits mehr als acht Jahre ist die fatale und letzte Ausgabe der Loveparade her. Die Gerichtsverhandlungen und Untersuchungen dauern bis heute an, die gesamte Veranstaltung wird bis heute stark diskutiert. Jürgen Gerlach, Gutachter im Strafprozess, stellte nun in einem Gutachten klar: „Im Rahmen des Planungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesses gab es mehrere Anhaltspunkte, um die Nichteignung des Veranstaltungsgeländes für die erwarteten Besuchermengen feststellen zu können.“

Somit hätte bereits im Vorfeld bei den Planungen festgestellt werden müssen, dass die Durchführung der Loveparade in Duisburg nicht stattfinden sollte. Begründet wird die Aussage Gerlachs damit, dass klar war, dass die Drehkreuze und Kapazität für den Einlass der großen Masse nicht ausreichen würden. Außerdem hätte noch am Tag der Veranstaltung die Loveparade abgesagt werden können, als klar wurde, dass der Andrang und die Zahl der Menschen einfach zu groß ist.

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Quelle: www.spiegel.de