Im Hamburger Hafen hat der Zoll rund eine halbe Tonne Kokain beschlagnahmt. Ein Besatzungsmitglied des Schiffs wurde im Zuge der Ermittlungen festgenommen.

Die Drogen wurden auf einem Frachter, der unter montenegrinischer Flagge fuhr, aus Brasilien entdeckt. Das Schiff sollte laut Behörden über England nach Hamburg gelangen und das Kokain nach Europa bringen.

Bereits beim Eintritt in niederländisches Gewässer wurde das Schiff von der Polizei empfangen und an die deutschen Kollegen übergeben. Von dort aus wurde der Frachter von Booten des deutschen Zolls begleitet, um ein eventuelles über Bord werfen der Drogen zu verhindern. Im Hamburger Hafen wurde dann eine umfangreiche Durchsuchung vorgenommen.

Dabei fand man rund 500 Kilogramm Kokain in wasserdichten Säcken. Es wurden weitere Säcke, Bojen, Leinen und ein GPS-Sender entdeckt. Die illegale Ware sollte offenbar mit einem Sender über Bord geworfen werden, wo es dann mit kleineren Booten abgeholt werden sollte.

Dem Zoll ist damit ein riesiger Coup gelungen. Die Durchsuchung gestaltete sich auch wegen Corona-bedingten Masken schwierig. Es kamen sogar Polizeitaucher zum Einsatz. Schließlich wurde das Kokain hinter sogenannten Mannlochklappen entdeckt.

erwähntes Mannloch

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