„Halo“: Mosimanns Reise vom viralen Dream-Track zur offiziellen Single

Aus seiner viralen Dream-Track-Serie wird erstmals ein offizieller Release. Was online als kreatives Spiel mit Sounds und Stimmen begann, wächst nun zu einem echten Musikprojekt heran. Gemeinsam mit Tribbs bringt Mosimann die Idee aus dem Netz auf die Streaming-Plattformen – und zeigt im Gespräch, wie viel Intuition, Spontanität und persönlicher Antrieb hinter „Halo“ steckt.

„Halo“ ist der erste offizielle Track aus deiner viralen Dream-Track-Serie. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt, das Ganze in eine echte Single zu verwandeln?

Für mich war klar: „Halo“ ist mehr als nur ein weiterer Clip aus der Reihe. Die Dream Tracks sind zu etwas Größerem geworden, etwas, das die Leute wirklich fühlen. Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich manche Folgen auf Spotify oder Apple Music veröffentlichen kann – aber wegen der Samples und Stimmen war das einfach nicht möglich. Deshalb wollte ich etwas erschaffen, das komplett von mir kommt, ohne Grenzen, ohne rechtliche Hürden. „Halo“ war von Anfang an dafür gedacht, ein richtiger Song zu sein, einer, den man wirklich mitnehmen kann.

Wie kam es überhaupt zu der Zusammenarbeit mit Tribbs?

Das war eigentlich total spontan. „Underneath the Blue“ lief in Polen überall im Radio, also flog ich nach Warschau, um Radios und Medien zu treffen. Und wirklich jeder – ausnahmslos jeder – sagte mir: „Du musst mit Tribbs arbeiten.“ Ich schrieb ihm, er antwortete sofort, wir trafen uns… und „Halo“ entstand fast wie von selbst. Es war eine dieser Begegnungen, die sich sofort richtig anfühlt.

Es waren bereits große Namen in den Dream Tracks – Rita Ora, Craig David. Wen würdest du dir als Traumgast wünschen?

Ich liebe es, mich überraschen zu lassen. Ich frage oft mein Publikum, wen sie sich wünschen. Ich möchte auf jeden Fall mehr reisen – besonders nach Deutschland, in die USA und in Länder, in denen ich bisher noch nicht gearbeitet habe. Und ja… ein Dream Track mit Billie Eilish oder auch Jimmy Fallon? Das wäre unglaublich. Wenn man schon träumt, dann richtig.

Social Media ist heute wichtiger denn je. Was würdest du anderen Produzenten mitgeben, die online sichtbar werden wollen?

Ich gebe ungern Ratschläge, aber eines habe ich gelernt: Versuch niemand anderes zu sein. Mach das, was für dich echt ist. Leute spüren das – und wenn es ehrlich kommt, erreicht es sie.

Wie wichtig ist dir Mode als Künstler?

Für mich ist Mode eine Art Verlängerung meiner Musik. Manchmal überraschend, manchmal verrückt, manchmal ganz schlicht – aber immer passend zu dem, was ich gerade musikalisch fühle. Wenn Outfit und Sound zusammenpassen, weiß ich: Das bin ich.

Wie wirst du die Stimmung der Dream Tracks auf die Livebühne bringen – gerade jetzt, wo die Dream Tour 2026 bevorsteht?

Ich arbeite gerade intensiv daran. Für mich entsteht Magie oft spontan – wenn ich erst kurz vor der Show entscheide, was ich spiele. Eine feste Struktur im Voraus zu planen ist für mich eine Herausforderung, aber genau das macht es spannend. Diese Mischung aus Vorbereitung und kompletter Freiheit inspiriert mich.

Hast du Rituale vor einem Auftritt?

Ja – ich umarme mein Team. Kurz, warm, echt. Wir schauen uns an und sagen uns, dass alles gut wird. Kein großes Drama, einfach ein Moment Verbundenheit, bevor wir rausgehen.

Die erste Zenith-Paris-Show war in 24 Stunden ausverkauft – dann kam sofort die zweite Show. Wie fühlte sich das an?

Ich war komplett überwältigt. Ich hätte niemals erwartet, dass es so schnell geht – und schon gar nicht, dass ich direkt danach ein zweites Datum ankündigen muss. Das ist einer dieser Momente, in denen man einfach nur dankbar ist und kurz innehalten muss.

Wie sieht deine Traumkarriere in den nächsten 5–10 Jahren aus?

Ganz ehrlich? Ich möchte einfach weitermachen. Reisen, mit Künstlern aus aller Welt arbeiten, neue Ideen entdecken, jeden Tag neu inspiriert werden. Ich wünsche mir, dass dieser Funke, den ich beim Musikmachen spüre, niemals verschwindet.

Wenn du deinen persönlichen Dream Track beschreiben müsstest – wie klingt er?

Ich habe ihn bereits produziert. Er ist draußen. Wenn du auf YouTube „Mosimann featuring Mosimann – Underneath the Blue“ suchst, findest du ihn. Dieser Track war der Ursprung von allem – und ohne ihn gäbe es „Halo“ in dieser Form nicht.

Foto: Riche Alexandre

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