
DJ Quicksilver sorgt aktuell mit einem Facebook-Post erneut für Aufsehen in der Szene. Darin übt er deutliche Kritik an DJs, die mit vorgefertigten Sets arbeiten, anstatt live zu mixen. Diese Kritik wird nicht nur von ihm, sondern auch von vielen anderen Künstler:innen geteilt.
In seinem Statement beschreibt er, dass für ihn echtes DJing untrennbar mit einer Live-Performance verbunden sei. Woche für Woche stehe er selbst hinter den Decks und gebe „immer 100 Prozent“, um dem Publikum ein authentisches Erlebnis zu bieten. Vorgefertigte Sets hingegen bezeichnet er als „steril“ – sie würden zwar technisch sauber klingen, aber keine Spontanität oder echte Interaktion mit der Crowd ermöglichen.
Besonders kritisch sieht der Künstler den Umgang mit Transparenz: Wer ein Playback-Set spiele, solle zumindest offen damit umgehen, anstatt eine Live-Performance vorzutäuschen. Als Indiz nennt er unter anderem Sets, bei denen über längere Zeit nur ein einzelner Track läuft – für ihn ein klares Zeichen für vorbereitete Mischungen.
Der Künstler reiht sich mit seiner Kritik in eine breitere Debatte über Authentizität in der elektronischen Musik ein. Bereits zuvor hatte er die zunehmende Kommerzialisierung der Szene bemängelt und dabei den Verlust ursprünglicher Werte hervorgehoben.
Zwischen Social-Media-Inszenierung, Festival-Hype und steigender Professionalisierung wird immer häufiger diskutiert, was „echtes“ DJing heute bedeutet. Für viele Künstler:innen bleibt klar: Der Moment, das Risiko und die Verbindung zur Crowd sind durch keine vorbereitete Playlist zu ersetzen.
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