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Seit über acht Jahren sind Steffen Neuhaus und Stefan Helmke gemeinsam als Hanne & Lore in der ganzen Republik unterwegs, versorgen Clubs und Festivals mit schweißtreibenden DJ-Sets und liefern kontinuierlich EP um EP ab – seit 2013 auch auf dem eigenen Label Heulsuse. Dabei sind sie Dauergast in den Beatport-Charts und hoffen natürlich, die Hörer auch mit ihren kommenden Releases begeistern zu können.


Während Anfang Mai auf Heulsuse Oscar Ozz die Katalognummer 012 veröffentlicht hat, sind im Juni die Jungs selbst wieder an der Reihe. Im Juli folgt dann wieder eine Nummer auf Kittball, wo sie im letzten Sommer mit der „Karma Supra“-EP debütierten. Auf der neuen EP „Hushel“ wird auch ein Remix von Bebetta zu hören sein. „Wir sind sozusagen Nachbarn und sehen uns regelmäßig. Da gab es auch keine lange Diskussion, sondern die Zeit war einfach reif, um zusammen etwas zu machen. Neben den beiden bisher genannten Labels gehört auch Monaberry zu ihrem engeren Release-Zirkel. Mit dessen Betreibern Super Flu verbindet sie eine enge Freundschaft. EPs wie „Supergirl“ oder „An Der Waterkant“ haben sie dort veröffentlicht und wenn die vier aufeinandertreffen, gibt es auch immer eine Menge Spaß. „Trifft man sich last minute vor einem Gig, dann wird zusammen diniert und es werden zwei, drei Likörchen getrunken. Trifft man sich ohne Zeitdruck, dann können solche Sachen entstehen wie die legendäre Monaberry Live-Jam, die man sich auf YouTube ansehen kann.“ Bei dieser Live-Session auf der Couch waren außerdem noch Andhim, Cascandy und Ole Biege mit dabei.
Podcasts bzw. Mix-Sets sind neben Gigs und Tracks eine weitere wichtige Säule ihres Schaffens. Ein Tool, das viele Vorteile vereint und in ihren Augen oftmals eine höhere Relevanz besitzt als einzelne Tracks, die in der allgemeinen Flut der Veröffentlichungen oftmals einfach untergehen. „Dazu sind die Clubtracks oft acht Minuten und länger, mit Intro und Outro für den DJ-freundlichen Mixgebrauch. Das passt aber gar nicht zum heutigen Hörverhalten, wo am besten alle zwei bis drei Minuten was Neues kommt, bevor es langweilig werden könnte.“ Zu den bisherigen Abnehmern gehörten u. a. Soundspace, Mixmag, Music is 4 Lovers, trndmusik und Telekom Electronic Beats, demnächst folgen Podcasts für Ibiza Global Radio und JedenTagEinSet. „Außerdem steht auf unserem eigenen Kanal unser jährliches Tonband für den Badestrand in den Startlöchern.“ Und als ob das noch nicht genug wäre, sind Hanne & Lore auch Akai-Pro-Artists, was sich vor allem dadurch bemerkbar macht, dass sie neues Equipment vorab erhalten und ihr Feedback dazu abgeben. „Wir arbeiten nun schon seit geraumer Zeit mit Akai zusammen und haben vorher auch schon Equipment von ihnen im Studio gehabt. Wir tauschen uns regelmäßig aus, das ist einfach eine Verbindung, bei der alles passt.“ Außerdem produzieren die beiden exklusive Samplepacks, die zum freien Download auf der Akai-Seite zur Verfügung stehen.

Es könnte schlechter laufen für Hanne & Lore – und das ist natürlich etwas untertrieben. Sie freuen sich auf die anstehende Sommersaison, in der sie ihre neuen Tracks präsentieren können, „egal ob auf einem kleinen szenigen Open Air oder auf der NATURE ONE.“ Einzig eine Baustelle wurde von den beiden Tattoo-Liebhabern in den letzten Jahren nicht beackert. Eben die Hautbemalung. „Darauf habe ich momentan auch gar keine Lust“, sagt Steffen und Stefan ergänzt schmunzelnd: „Mein letztes ist schon mehr als fünf Jahre alt. Es gibt da noch ein paar freie Stellen, das muss ja nicht sein.“

Aus dem FAZEmag 052/06.2016

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Text: Dieter Horny • Foto: Urs Siedentop