
Anfang 2020 zog DJ, Autor und Produzent Hans Nieswandt von Köln nach Seoul, was ihm natürlich auch ganz neue Perspektiven, Räume und Sichtweisen eröffnete. Und das galt und gilt natürlich auch für seinen musikalischen Kosmos. Diese Auseinandersetzung im Kontext seiner bisherigen Karriere – mit Highlights wie „From Disco: To Disco“ als Teil von Whirlpool Productions) oder sein Buch „plus minus acht – DJ Tage, DJ Nächte“ – führte ihn letztlich zu seinem neuen Album „Fluoreszent“, seinem ersten Autorenalbum seit vielen Jahren – selbst geschrieben, gespielt, produziert und gesungen. Unterstützung bekam er von Drummer Wolfgang Seidel, dem Mitgründer von Ton Steine Scherben, durch dessen selbst eingespielte Kraut-Beat-Kollektion, sowie von Philipp Janzen (Von Spar), der ebenfalls Schlag- zeug beisteuerte und das Album abmischte. Musikalisch ist das alles sehr funky, so wie der Synthwave-Roller „Hear The Voices“, der spacig-krautige Titeltrack „Fluoreszent“, der Wave-Gothic-Song „The Wheels Of Love“ oder das zwischen raue Disco-Monster „Here Comes The Sound“. Durch und durch charmant und mitreißend. 9/10 Dieter Horny