Herber Verlust für Berliner Kulturszene: „Sound Studies“ wird eingestampft

Traurige Nachrichten: UdK beschließt Aus für „Sound Studies“/Fotoquelle: Instagram

Die Berliner Kulturlandschaft verliert eine ihrer progressiven Adressen, wenn es um den Nachwuchs der Branche geht. Der Akademische Senat der Universität der Künste (UdK) hat am 12. Februar das Ende des Masterstudiengangs „Sound Studies and Sonic Arts“ beschlossen. Die Stadt, welche für ihre globale und einzigartige Musikszene steht, verzeichnet damit den Verlust ihres einzigen spezialisierten Programms für experimentelle Musik.

Das Ende des Studiengangs kam jedoch nicht ganz unerwartet. Schon seit Wochen brodelt es an der UdK, begleitet von Petitionen und lautstarkem Protest aus der internationalen Musikszene und den Studierenden. Nun herrscht jedoch die Gewissheit, dass für das akademische Jahr 2026 ein sofortiger Aufnahmestopp verhängt wurde. Damit ist das Ende des Studiengangs, der über zwei Jahrzehnte hinweg bestand und eine interdisziplinären Ansatz als Weiterbildungsmaster verfolgte, gesetzt.

Für viele ist der Beschluss unverständlich. Die Hochschule sieht sich als Folge der Änderungen im Berliner Hochschulgesetz und massiver haushaltspolitischer Sparvorgaben gezwungen, das Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIWT), an dem der Studiengang angesiedelt ist, in dieser Form aufzulösen. Die Universität betont jedoch, dass das Ende der aktuellen Strukturen nicht zwingend das komplette Verschwinden der Studieninhalte bedeuten muss. Grund zur Hoffnung gibt ein im Senat verabschiedeter Antrag. Dieser sieht vor, „Sound Studies“ in die regulären Fakultäten der UdK zu integrieren. Für bereits eingeschriebene Studierende besteht weiterhin die Möglichkeit, ihr Studium regulär beenden zu können.

Auch die freie Szene Berlins reagiert schockiert auf die Nachricht. Die Stadt verliert damit einen Raum für kreative und experimentelle Audiokunst und Nachwuchstalente zugunsten von Haushaltskürzungen und bürokratischer Straffung.

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