
In Herne tut sich derzeit etwas, das man zuvor noch nie erlebt hat. Zwei Parteien, die politisch kaum unterschiedlicher sein könnten, ziehen nun an einem Strang, um die Clubkultur in Herne nicht nur anzustoßen, sondern auch nachhaltig ins Rollen zu bringen.
In der Ruhrgebietsstadt arbeiten SPD und CDU gemeinsam daran, einen neuen Club im Tresorkeller des denkmalgeschützten Sparkassengebäudes zu etablieren. Grund dafür ist die wachsende Anzahl junger Einwohner:innen, denen es an Ausgehmöglichkeiten fehlt – schließlich ist die Stadt bislang nicht gerade als Hochburg der Feierkultur bekannt.
Das Gebäude steht bereits seit 1991 unter Denkmalschutz. Der ehemalige Tresorraum steht laut den Politiker:innen besonders im Fokus, da er sich hervorragend als Clubfläche eignet. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass die Stadt eine Erweiterung der Clublandschaft anstrebt. Bereits nach der N8Werk-Veranstaltung in einer Abrisshalle im Funkenbergquartier im April dieses Jahres setzte sich der SPD-Ratsherr und Kulturausschussvorsitzende Alexander Stahl, auch bekannt als DJ Steel, für einen Ausbau der lokalen Clubszene ein.
Die Erweiterung der Szene ist insbesondere in Zeiten wie diesen bemerkenswert – vor allem im Ruhrgebiet. Die Region ist nicht nur für ihre industrielle Vergangenheit bekannt, sondern hat sich in den vergangenen Jahren auch als bedeutende Kulturlandschaft im Bereich des Nachtlebens etabliert. Umso bedauerlicher ist es, dass in letzter Zeit zahlreiche Clubs ihre Türen schließen mussten. So auch zuletzt der Bochumer Club Kurt.
Zwar befindet sich das Projekt noch in den Startlöchern, dennoch ist es ein positives Signal für das Ruhrgebiet. Es bleibt abzuwarten, ob Herne in Zukunft tatsächlich einen neuen Club willkommen heißen kann.
Quelle: HalloHerne
Das könnte euch auch interessieren: