Hoffnung für Clubs auf dem RAW-Gelände: Neue Verhandlungen

Für die von einer Schließung bedrohten Clubs und Kulturbetriebe auf dem Berliner RAW-Gelände gibt es neue Hoffnung. Nachdem die Verhandlungen über die Zukunft des Areals Mitte Juni als gescheitert galten, werden die Gespräche nun doch fortgesetzt.

Ein erstes Treffen zwischen den Beteiligten hat bereits stattgefunden. Ein weiterer Gesprächstermin ist für den 6. Juli geplant. Das bestätigte Florian Falkenhagen, Betreiber des Clubs Cassiopeia, gegenüber dem rbb. Er sprach von einem „sehr guten Schritt“. Welche konkreten Folgen die neuen Verhandlungen für das Cassiopeia haben werden, lasse sich derzeit allerdings noch nicht abschätzen.

Hintergrund des Konflikts sind unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Nutzung des RAW-Geländes sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans. Bereits seit Jahren wird über die Zukunft des Areals verhandelt, auf dem sich zahlreiche Clubs und Kulturbetriebe befinden.

Die Kurth-Gruppe hatte das Gelände im Jahr 2015 erworben. Geplant ist unter anderem der Bau von Wohnungen und Büroflächen. Gleichzeitig sah der Bebauungsplan vor, den bestehenden Kulturbetrieben ein Bleiberecht von 30 Jahren zu fairen Mieten einzuräumen.

Die Situation eskalierte Mitte Juni, als die Investorengruppe einzelne Clubs und Kulturbetriebe aufforderte, ihre Räume zu verlassen. Dadurch geriet insbesondere das Cassiopeia in eine akute Lage. Die drohenden Räumungen lösten innerhalb der Berliner Club- und Kulturszene große Sorge aus.

Als Reaktion auf die Entwicklungen fand am 19. Juni eine Rave-Demonstration unter dem Motto „RAW FÜR ALLE – Clubkultur erhalten, Freiräume schützen“ statt (FAZEmag berichtete). Organisiert wurde die Protestaktion vom Berliner Kulturkollektiv Slust e.V., um auf die drohende Schließung mehrerer Einrichtungen aufmerksam zu machen und den Erhalt des Kulturstandorts zu fordern.

Dass die Verhandlungen nun wieder aufgenommen wurden, gilt deshalb als positives Signal für die betroffenen Clubs. Ob am Ende eine langfristige Lösung gefunden wird, bleibt jedoch offen. Die kommenden Gespräche sollen zeigen, ob sich Investoren, Politik und Kulturbetriebe doch noch auf einen gemeinsamen Weg für die Zukunft des RAW-Geländes einigen können.

Quelle: rbb 24

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