Gonzorama – die neue Kolumne auf www.fazemag.de


HomeBoys Gonzorama Teil 1 oder  Prolog, Brei im Kopf macht Brei aus dem Körper

Dies sind nun die ersten Zeilen einer neuen Faze-Online-Kolumne. Ich schließe auch nicht aus, dass nach der redaktionellen Bearbeitung dieses Textes, die Fazeristen  mir fristlos kündigen, ohne dass es überhaupt losging. Kein Akt – ich lade weiter Pornos ausm Netz und suche nach Wackelkontakten in meiner alten Karre…

Es ist 5 Uhr am Morgen, ich sitze am Flughafengate, trinke einen beschissenen Kaffee für „angemessene“ 6,50 €, höre Chopins Ballad No. 4 und schaue, mit leichter Gänsehaut eine “getunte” Dame an, die sich in ihrer  “natürlichen Geilheit” alle paar  Minuten in der Reflexion der Fensterscheiben, ihren maßlosen Silikon-Wahn begutachtet. Was für eine Inspiration.

Direkt am Anfang dieser Reise, einem Feiertag, schmiss sich jemand vor den Zug, in dem ich zum Flughafen fuhr. Eine neue Art die Wiedervereinigung zu zelebrieren? Ein Mensch hatte wohl genug von seiner Existenz und vollbrachte seine letzte Tat auf eine solch unelegante Art und Weise. Der Gonzovater – Hunter S. Thompson, der sich seinerzeit eine Kugel durchs Hirn jagte und somit auch keine Zugverspätung zu verantworten hatte war da viel nachsichtiger. Denn so, gestaltete er es weniger egoistisch und zog auch niemanden mit ins Verderben. Menschen – lasst den Scheiß mit dem Suizid am besten sein! Das Leben ist doch zu schön, auch wenn es mal kurzzeitig anstrengend sein kann. Es geht vorbei und es wird wieder warm, hell und die Pillen machen ihren Job wie gewohnt.

Zur Reise selbst. Es wurde weder irgendwo aufgelegt, kein Koks und Nutten am Start, das Hotel hatte nur vier elende Sterne und einen Fitnessraum ohne Hanteln. Reine Geschäftsreise im Auftrag der Firma. Jede freie Minute bei solchen Ausflügen, verbringe ich, wie sonst immer, entweder mit Sport oder mache Mucke. Lese Onlineforen und Magazine mit der teilweise, sich darin befindlichen Polemik diverser Vertreter der Clubszene. Manche von denen, aufstrebende „Superhelden“, mit Nervpotential einer laufenden Motorsäge oder  Presslufthammers, gehen einem richtig auf die Eier. Die anderen wiederum, sind mittlerweile so rund und formlos, dass man locker einen Nebenjob als Medizinball antreten könnte. Und diese Leute wollen uns belehren, als Vorbilder dienen und auf Defizite aufmerksam machen? Verehrte &/§§)“€ – fangt erst mit euch selbst an!

Aus welchen Gründen auch immer, schrieb mich am Vortag meiner Abreise Svenman an und fragte mich, alten Racker, ob ich Bock hätte, diese Online-Kolumne für sein FAZE-Magazin zu schreiben. Wie er darauf kam, bleibt mit auf ewig ein Rätsel. Die Schule habe ich geschwänzt und war insgesamt ein total ungezogenes Kind. Wenn mal was geschrieben wurde, dann nur niveauvolles und gepflegtes Hating und nun mal, berufsbedingt, ein Paar Projektpläne, die u.a. mein alltäglicher Job abverlangt. Doch wie auch immer – isch bin jetzt da und das habt ihr nun davon!

Bei all den Ereignissen der letzten Tage, fällt mir nun ein Zitat ein: “Das ganze Leben ist wie ein Zebra. Mal ein weißer, mal ein schwarzer Abschnitt. Man sollte bloß nicht zu schnell am Arsch ankommen”. Wir alle, treffen alltäglich Entscheidungen, die zwangsläufig, unser weiteres Leben beeinflussen. Ob Plastik-Titten oder Lippen, der Sprung vor den fahrenden Zug, bequeme Lebenshaltung und nach durchzechter Nacht, mal eben, das ganze Wochenende durchpennen. Wie das Leben so will, sind nur wir selbst die Handwerker unseres eigenen Glücks und werden ausnahmslos früher oder später die Konsequenzen unserer Handlungen tragen müssen. Verlasst euch drauf-ich weiß wovon ich rede.

Bei diesem, abschließenden Satz, wünsche ich Euch allen Kraft, Disziplin und harte Nerven. Arbeitet fleißig, feiert nicht zu wild, sauft nicht zu viel, bewegt die Glieder und ernährt euch gesund. Seid selbstkritisch und ehrlich zu euch selbst und anderen gegenüber. Und ganz wichtig – geht niemandem auf den Sack! Diesen Satz, sagte ich jeder meiner Ex-Freundinnen. Bisher ohne großen Erfolg. Wobei, eine hält sich tapfer und wir haben vor einigen Tagen  unseren ersten Jahrestag gefeiert. Auch nicht ohne Streit… Meine bessere Hälfte wollte die Rechnung im Restaurant nicht übernehmen. Wo ist die weibliche Emanzipation hin? Wie hieß die Alte noch mal? Alice Schwarzer – den Job total scheiße gemacht! Setzen – sechs!

Somit genug vom pseudointellektuellen Dünnschiss für diesen Monat. Ich will mein Schießpulver auch nicht sofort verballern.

Bis zur nächsten Ausgabe und benutzt Kondome!

P.S. Info über den Autor: Richtiger Name tut nichts zur Sache, über 30, Angestellter und selbständig, Turntable-Jedi, Hobby-Musikproduzent, Oldtimer-Liebhaber, Sportschütze, MTB-Freerider und Fitnessjunkie. Heute zwar immer noch ein Schwachmat, allerdings  war es in der Vergangenheit noch schlimmer.

Ab jetzt in dieser Kolumne: Nur wahre Geschichten über menschliche Abgründe, „gelungene“ Label-Gründungen und DJ-Verschuldungen, Musikproduktionen im Vollrausch, Erlebnisse auf Kackpartys, versehentliche Schüsse in die Füße und insgesamt  den alltäglichen Irrsinn im nahen Umfeld des HomeBoys. Enjoy!

Auch total super:

www.fazemag.de/category/kolumnen/gubis-eher-nicht-so-dolle-dj-karikaturen