House-Szene trauert um einflussreichen DJ und Produzenten

Nick Williams, Gründer des Londoner Labels Meda Fury und langjährige Persönlichkeit des Plattenladens Phonica Records, ist am Sonntag, dem 21. Dezember, nach einem Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.

Die Diagnose war im Februar gestellt worden, seit März kämpfte er gegen die Krankheit. Phonica Records würdigte ihn als zentrale Figur des Ladens über 16 Jahre und veröffentlichte den Nachruf:

„Nick war 16 Jahre lang ein Herzstück von Phonica Records. Ob hinter den Decks oder als prägender Faktor für die Atmosphäre des Ladens – er hat diesem Ort und der umliegenden Gemeinschaft so viel von sich gegeben.“

Weiter heißt es: „Er konnte jeden Raum, jedes Publikum und jeden Veranstaltungsort bespielen – mühelos vielseitig, zutiefst musikalisch und geleitet von einem reichen Wissen, das nur wenige erreichen konnten.“

Seine Frau erinnerte an seine Leidenschaft, seine Nähe zur Szene und seine Stärke in der schweren Zeit und dankte Familie, Freunden und medizinischem Personal. Sie beschrieb ihn als positiv, tapfer und stets an andere denkend.

Nick Williams gründete 2014 Meda Fury als Ableger von R&S Records. Über das Label erschienen Releases unter anderem von Eliphino, DJ Seinfeld, Lady Blacktronika und Takuya Matsumoto. 2020 wurde das Label geschlossen.

Williams machte seine schwere Diagnose öffentlich und sagte: „Die Ärzte und Onkologen waren nicht optimistisch und glaubten nicht, dass ich noch lange leben würde. Sie begannen sofort mit der Chemotherapie.“ Auch große Namen der Szene reagierten mit Anteilnahme.

„Ich bin geschockt und es tut mir leid hiervon zu erfahren. Nick war von Beginn an einer meiner absoluten Lieblingsmenschen bei Phonica“, schreibt Peggy Gou. Artists wie Radio Slave, Erol Alkan, Jennifer Cardini und Four Tet meldeten sich ebenfalls mit Beileidsbekundungen zu Wort.

Auch Honey Dijon lobte Nicks Persönlichkeit. „Einer der liebenswertesten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Einfach eine wundervolle Seele! Gott sei mit ihm und mein tiefstes Beileid an seine Frau Liz und seine Angehörigen“.

„Der Erste, der jemals ein Risiko mit meiner Musik eingegangen ist und mein Leben in mehr als unzähligen Weisen verändert hat“, erinnert sich DJ Seinfeld. In den Kommentaren versammelt sich gefühlt die halbe House-Szene um einen Menschen zu verabschieden, dessen Menschlichkeit nachhallt.

 

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Quelle: DJ Mag

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