Disco so präsent wie selten zuvor und dann auch noch aus dem Mutterland der zweiten Discobewegung (der 80er), aus Italien. Opelic ist ein Schmelztiegel vieler Spielarten, der von House über Elektro und Krautrock bis hin zu Techno und auch Disco reicht. Letzteres ist das zentrale Thema dieser Doppel-CD. Dabei beschränkt sich die Künstlerauswahl keinesfalls nur auf den heimischen südländischen Bereich, sondern zeichnet sich auch durch Verpflichtungen von Todd Terje, Giorgio Moroder oder Orlando Voom auf internationalem Parkett aus. Dementsprechend wird ein facettenreiches Discobild gezeichnet. Von elektrogeprägten Stücken (The Units “High Pressure Days“), über Jean Michelle Jarre-liken Gebilden (Beppe Loda “Da Malmo A Stoccolma“) bis hin zu Tech Boogie Bouncern (Billy Bogus “Glamouflage“) oder full flavour Detroit Techno (Federico Gandin). Die zweite CD schneidet dabei deutlich besser ab, weil sie lebendiger und frischer klingt, das Clubleben besser abbildet. Tip: Patrick Di Stefano “Socci“. Interessante Labelstudie. 7 Punkte Carsten Becker