Illegaler Rave in Gebiet mit hohem Waldbrandrisiko

Am Freitagabend versammelten sich rund 1.000 Menschen zu einer illegalen Rave-Party in Cour-et-Buis im Département de l’Isère im Südosten Frankreichs.

Laut Präfektur fand die Veranstaltung auf einem Gebiet mit hohem Waldbrandrisiko statt. Seit zehn Tagen herrscht dort eine Hitzewelle, am Samstag wurden Temperaturen von 34 Grad Celsius gemessen.

Das Département steht aktuell unter der Warnstufe Orange, da im Norden ein besonders hohes Waldbrandrisiko besteht. Trotz dieser Gefahren feierten die Teilnehmer auf einem Privatgrundstück weiter, auch noch am Samstagnachmittag.

Die Präfektur betonte die kritische Lage, da bereits kleine Funken ausreichen könnten, um in der Region Brände auszulösen. Die Gendarmerie Nationale stellte ein großes Sicherheitsaufgebot auf, um Zugänge zum Gelände zu blockieren und systematische Kontrollen vorzunehmen.

Dabei wurden Alkohol- und Drogenkontrollen durchgeführt sowie gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Ein Gendarm wurde am Ellbogen verletzt, als Teilnehmer mit Wurfgeschossen reagierten. Fünf Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.

Die Präfektur erklärte, die Gemeinde werde Anzeige erstatten. Die Einsatzkräfte setzten ihre Kontrollen auch am Samstag fort, während die Party noch lief. Die Atmosphäre war teils angespannt, da einige Feiernde die Polizei feindselig empfingen.

Diese Eskalationen erinnerten Beobachter an ein ähnliches Ereignis in Luxemburgs Norden vor drei Wochen. Damals hatte die luxemburgische Polizei eine illegale Rave-Party in Heinerscheid aufgelöst, bei der Hunderte feierten.

Auf dem Feld eines Landwirts blieb nach dem Abbruch viel Müll zurück. Die Parallele macht deutlich, wie häufig unautorisierte Großevents zu Konflikten mit Behörden führen, insbesondere wenn sie in sensiblen Regionen stattfinden.

Quelle: Luxemburger Wort

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