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Ein Thema, bei dem sich die Meinungen bekanntlich spalten, ist die Geschlechterverteilung und Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Musikszene. Der Großteil der weltweit bekannten DJs ist männlich, was dafür sorgt, dass auch die Line-ups der Festivals überwiegend von männlichen Künstlern dominiert werden. Das wollen jetzt immer mehr Veranstalter ändern und plädieren auf eine 50/50 Geschlechterverteilung im Künstlerrepertoire.

Mittlerweile sind es über 100 Festivals aus den verschiedensten Genre, die dem „Keychange-Versprechen“ beitraten, welches das Ziel verfolgt bis 2022 eine Künstler-Geschlechterbalance in der musikalischen Eventszene zu schaffen. Auch deutsche Festivals zählen dazu wie zum Beispiel das Jazz Fest in Berlin. Ob sich auch ausschließlich elektronische Festivals aus Deutschland anschließen ist bisher unklar, da das Repertoire an begehrten weiblichen DJs bekannterweise begrenzt ist.

Bereits Anfang des Jahres haben sich auch namhafte Events aus anderen Ländern wie das Liverpool International Music Festival, Pop-Kultur, Canadian Music Week, und BBC Proms dem „Keychange-Versprechen“ angeschlossen und sich dazu entschieden eine Gleichverteilung zu buchen. Durch den bisherigen großen Erfolg soll das Thema soll bald nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika behandelt werden. Für die elektronische Musikszene eine wohl eher kniffliges Thema…

 

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