In berühmter Ruine: Der legendäre Detroit-Sound bekommt ein Museum

Packard Plant verwandelt sich in Museum für die elektronische Musik Szene

Detroit setzt ein klares Zeichen für seine elektronische Musikgeschichte: In den Mauern des einstigen Packard Plant soll ein neues Museum entstehen, das die Entwicklung der Technoszene und Rave-Kultur umfassend dokumentiert. Das Museum of Detroit Electronic Music (MODEM) bildet dann den Mittelpunkt eines groß angelegten Umbaus. Rund 50 Millionen Dollar sollen dafür bereitgestellt werden, eine Summe, die sich sehen lässt. 

Der verlassene Gebäudekomplex war die letzten Jahrzehnte Sinnbild für den wirtschaftlichen Absturz der Motor City. Einst galt der ursprüngliche Packard-Komplex als modernste Autofabrik ihrer Zeit und produzierte über 1,6 Millionen Fahrzeuge. Seit Ende der Fünfziger jedoch verfiel das Areal zunehmend.

Die Stadt nutzt damit eine der markantesten Ruinen der Region und verwandelt sie in einen Ort der Zusammenkunft. Neben dem Museum sind ein Indoor-Skatepark sowie neue Wohnflächen vorgesehen. Das MODEM soll zudem nicht nur die globale Bedeutung Detroits für die elektronische Musik dokumentieren, sondern auch die lokale Rave-Historie würdigen. Einst wurden die weitläufigen Hallen des Packard Plant schon mit inoffiziellen Partys gefüllt und trugen da schon zur lokalen Rave-Kultur bei und waren von enormer Bedeutung für Detroits Subkultur.

Mit dem MODEM könnte aus der Ruine nun ein kulturelles Wahrzeichen entstehen. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2029 angepeilt. Dann wird dort nochmal neu auf die Stadt, welche als Geburtsort des Techno in den Achtzigern gilt, und auf Wegbereiter wie Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saunderson zurückgeblickt werden.

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