Die 10 geilsten EDM-Tracks


Das folgende Szenario kommt immer seltener vor: Ein Build-up mit reichlich “White Noise”, Trommelwirbel und Sirenengeheul marschiert langsam aber sicher vorwärts und endet auf einem “Put you fucking hands up”. Dann spielt ein lächerlich “böse” klingender Bass eine lächerlich nach Kinderlied klingende Melodie, untermalt von dröhnenden Kickdrums, noch mehr Rauschen und mindestens einem Feuerwerk-Spektakel. Was jetzt zunächst gar nicht mal so schlecht klingt, ist eine reine Tortur, da alle zwei Minuten ein neuer Drop eines weiteren quietschigen Tracks reingemischt wird und noch wegen einer anderen Begebenheit: Nahezu jeder EDM-Track ist viel zu laut gemastert. Das bedeutet einen kompletten Verlust von Dynamik, sodass weder die Drums noch die Bassline richtig drückend wirken können. Da jede Progressivität im Arrangement fehlt und alles gleich laut klingt, ermüden unsere Ohren sehr schnell und sehnen sich nach Ruhe. Da aber die Entwicklung des “Loudness Wars” immer weiter ging, sodass EDM-Produzenten scheinbar nur noch nach dem Motto “Je lauter, desto besser” vorgingen reagiert Spotify als eine der letzten Plattformen im Streamingsektor mit einer radikalen Maßnahme:

Während Spotify bis vor kurzem jeden Track im Angebot auf -12 LUFS, was für “Loudness Units relative to Full Scale” steht, gesenkt hat, setzt Spotify diese Grenze nun auf – 14 LUFS. LUFS steht damit für die Lautstärke, die man subjektiv wahrnehmen kann und nicht für einzelne Peaks in der Wellenformdarstellung. Mit dieser Änderung werden zu laut produzierte Tracks um ein vielfaches schlechter im Vergleich mit gut produzierten Tracks klingen. Davon ist fast die gesamte EDM-Szene betroffen, aber selbstverständlich gibt es auch dort einige Ausnahmen:

Feed Me ist ein Beispiel, wie man EDM produzieren kann, ohne den “Loudness War” an die Spitze zu treiben. Warum es für den Großteil der EDM-Produktionen aber schlecht aussieht, erfährst du im folgenden Video, dass den Sachverhalt verständlich erklärt:

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