
Welche Anlage „am besten klingt“, ist in der Szene ein Dauerbrenner – und am Ende fast immer eine Mischung aus Lautsprechern, Raumakustik, Einmessung und Betrieb. Trotzdem sorgt aktuell ein Name wieder für Gesprächsstoff: Funktion-One.
Auslöser ist die PA Rental Group, einer der großen deutschen Player im Bereich der Verleihung von High-End-Audiosystemen. Auf ihren Kanälen kündigen die Verantwortlichen die Beendigung der Zusammenarbeit mit den Briten an. Geschrieben steht dort unter anderem:
Dass die Debatte so emotional geführt wird, hat auch mit ikonischen Referenzen zu tun. Clubs wie das Open Ground in Wuppertal oder das Berghain in Berlin arbeiten nach Herstellerangaben mit umfangreichen Funktion-One-Setups.
Und auch das Soundsystem des Globus Floors im Tresor sorgte kürzlich für Diskussionen. Die Kombination aus dem Lambda-Soundsystem und umlaufenden Schallabsorbern empfinden viele als besonders gelungenes Soundkonzept.
Parallel wächst die Vielfalt an Klangphilosophien: Manche Venues setzen auf maximal „clean“ und kontrolliert, andere auf Charakter und Druck – und wieder andere investieren vor allem in Akustikmaßnahmen und sauberes Tuning, weil genau dort oft der größte Unterschied entsteht. Ein prominentes Beispiel dafür ist fabric in London, das seine Room-1-Anlage zuletzt weiter mit Martin Audio ausgebaut hat.
Weitere renommierte Vertreter sind die L-Array-Systeme von L-Acoustics, die Systeme des deutschen Herstellers d&b audio (diese kamen beispielsweise im damaligen Watergate Club zum Einsatz) und auch die Lautsprecher der Marke VOID Acoustics, zu finden in High-End-Clubs auf Ibiza, aber auch in deutschen Underground-Institutionen wie dem Blitz Club in München.
Ob Funktion-One in der Vermietung künftig tatsächlich eine kleinere Rolle spielt oder nur ein Teil des Portfolios neu gewichtet wird, bleibt damit vorerst offen. Sicher ist nur: Der Markt bewegt sich – und die „beste Anlage“ ist weiterhin die, die im jeweiligen Raum am konsequentesten umgesetzt wird.
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