
Der neue Botschafter Fabrizio Bucci hat in einem Interview mitgeteilt, dass er in der italienischen Botschaft in Berlin mehr Techno anstelle von ernster klassischer Musik präsentieren möchte. Außerdem hat er über das Berghain gesprochen.
Ambitionierte Pläne des 60-jährigen Diplomaten: Seit Januar dieses Jahres leitet Fabrizio Bucci die italienische Botschaft in der Hauptstadt. Der pro-europäische Politiker möchte das Haus für neue Zielgruppen erschließen und für das Berliner Publikum öffnen. Dabei geht es ihm um das Ablegen von Klischees und ein modernes Italienbild.
Passend zum Kulturkosmos Berlins soll es dazu demnächst eher Techno statt Puccini geben. Puccini ist ein italienischer Komponist. Bucci zu seinen Vorhaben: „Pizza, Pasta, Vespa – das ist schön, aber nur ein Teil von uns“. Bucci weiter: „Gerade in Zeiten globaler Spannungen brauchen wir Räume für Dialog – und genau so ein Raum soll unsere Botschaft werden.“
Dass es auch aus Italien zahlreiche talentierte Techno-Musiker gibt, sollte etwa bereits ein Konzert mit DJ Luca Musto zeigen. Musto spielt in seinen elektronischen Sets eine Mischung aus House, der groovy Beats und hypnotisierende Melodien beinhaltet.
Das Set von Luca Musto aus der italienischen Botschaft:
Im Juni startete das Programm bestehend aus Konzerten mit elektronischer Musik oder auch italienischen Filmen im Innenhof der Botschaft. Weitere interdisziplinäre Events mit zeitgenössischer Kunst sind in Planung.
Über die Frage, ob er schon im Berghain gewesen antwortete der Botschafter lachend, er wolle gerne mal hingehen. Dazu müsse er lediglich seinen Anzug ablegen, da er wohl sonst nicht hineingelassen werden würde.
Quelle: Berliner Zeitung
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