Jon Hopkins – zurück mit seinem neuen Album „Immunity“


„Der Hörer von Immunity soll möglichst schnell in eine andere Welt abtauchen, am besten in meine.“ So beschreibt Jon(athan) Hopkins sein neuestes Werk. Und dies ist dem 33jährigen Produzenten und Musik-Talent aus London auch gelungen, denn schon mit den ersten Tönen von seinem neuen und bislang clubtauglichsten Album katapultiert er uns in völlig neue Sphären.

Jon Hopkins kennen viele unter euch vielleicht eher durch seine Produktionen für Coldplay und Brian Eno als seine eigenen Releases. Aber das könnte sich mit seinem vierten, vielschichtigen Album ändern: Nach den ersten starken Songs wie „Open Eye Signal“ verliert das Album keineswegs an Intensität, ganz im Gegenteil geht es energetisch immer weiter bergauf bis zu einem imaginären Gipfel mit „Collider“. Ein düsterer Track mit beklemmender und doch euphorisierender Wirkung, der zudem einen phantastischen Kontrast zum Folgesong „Abandon Window“ bietet, der den ruhigeren, wieder an Score erinnernden Teil des Albums markiert.

Die Methode, Schicht für Schicht Sounds aufzubauen und sie mit Geräuschen aus dem Alltag zu mischen, macht das Werk besonders faszinierend. Herausgekommen ist ein Sound, der echter und rauer klingt als herkömmliche Nachtclub-Musik und dabei sehr authentisch ist. Besonders prägend sind Aufnahmen vom Feuerwerk im nahen Olympiastadion, ein am Studio vorbeifahrender LKW, plätscherndes Wasser in einem New Yorker Hotelzimmer oder Lichtreflektionen auf der Wasseroberfläche der Themse in London. Der Schlüssel zum Verständnis der sehr intimen und persönlichen Aufnahmen befindet sich darin, dass Hopkins seinen Bewusstseinszustand nicht durch Hypnose oder Drogen, sondern mithilfe von Musik verändern möchte. Hopkins beweist mit „Immunity“, dass Techno auch traurig sein kann und für solch ein Meisterwerk bedanken und verbeugen wir uns.

Tracklist:
1. We Disappear
2. Open Eye Signal
3. Breathe This Air
4. Collider
5. Abandon Window
6. Form By Firelight
7. Sun Harmonics
8.Immunity

www.jonhopkins.co.uk

Sein Vorgänger-Album könnt ihr hier via RDIO hören: