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Ziemlich rätselhaft und fordernd, was uns Jonas Kopp da auf Tresor präsentiert. Kein Album zum Schnell-Mal-Reinhören. Die Mehrzahl der Tracks ist dafür zu sperrig, zu unbequem und bedarf einer intensiven Beschäftigung. Eins dieser Alben, das mit der Zeit gewinnt, da nach jedem Durchgang die Aussage klarer und deutlicher wird – was dies für eine ist, hängt freilich vom Konsumenten ab (kaum ein Musikstyle lässt mehr interpretatorischen Spielraum als Techno). Zwölf gut durch designte Stücke, immer etwas abstrakt, fragmentarisch, mit viel Freiraum für eigene Gedanken. Auch der Floor wird nicht vernachlässigt; immerhin erscheint „Beyond The Hypnosis“ ja auf Tresor. Die Tracks pendeln meist zwischen technoider Härte und mysteriösen Soundlandschaften. Gerade die experimentellen Elemente der Tracks sind kleine Klangperlen, bei denen es viel zu entdecken gibt. Ein Album mit einem schicken Spannungsbogen, ideal für Technoliebhaber. 8/10, TobiQ.