
Ein Rave am See in Kaiserslautern ist am Wochenende für zwei Besucherinnen im Krankenhaus geendet.
Die Frauen im Alter von 44 und 46 Jahren verloren nach dem Teilen eines Getränks ihr Bewusstsein und mussten medizinisch versorgt werden. Nun ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Der Vorfall ereignete sich beim „Rave am See“ am Gelterswoog. Hunderte Menschen hatten dort bei sommerlichen Temperaturen gefeiert, getanzt und den Abend in entspannter Atmosphäre verbracht. An den Decks standen unter anderem Pappenheimer, Ozzy Riot, Sylvie Miles und Faro.
Für die beiden Frauen nahm die Veranstaltung jedoch eine unerwartete Wendung, nachdem sie sich ein Getränk geteilt hatten. Im Fokus der Ermittlungen steht ein 32-jähriger Mann. Nach Angaben der Polizei soll er die beiden Frauen zuvor mehrfach belästigt haben.
Sicherheitskräfte hatten sein auffälliges Verhalten laut SWR-Informationen über einen längeren Zeitraum beobachtet und schließlich die Polizei verständigt. Gegen den Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen.
Die Polizei brachte ihn vom Festivalgelände. Inzwischen wird gegen den 32-Jährigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ob tatsächlich K.-o.-Tropfen oder eine andere Substanz für die Zusammenbrüche verantwortlich waren, ist derzeit allerdings offen.
Die Polizei betont ausdrücklich, dass bislang nicht bestätigt sei, ob K.-o.-Tropfen im Spiel waren. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Hinzu kommt, dass am Veranstaltungstag hohe Temperaturen herrschten.
Außerdem wurde auf dem Gelände Alkohol konsumiert. Welche Faktoren letztlich zu den Bewusstlosigkeiten führten, sollen die laufenden Untersuchungen klären. Bislang sind den Ermittlern keine weiteren vergleichbaren Vorfälle vom Gelterswoog gemeldet worden.
Die Polizei prüft nun sämtliche Hinweise und versucht, die genauen Umstände des Geschehens zu rekonstruieren. Der Fall sorgt dennoch für Verunsicherung. Gerade auf Veranstaltungen, die von gemeinschaftlicher Atmosphäre und unbeschwertem Feiern geprägt sind, werfen solche Vorfälle Fragen nach Sicherheit und möglichen Risiken auf.
Besonders die Tatsache, dass die beiden Frauen zuvor lediglich ein Getränk geteilt hatten, beschäftigt viele Besucher. Für die Polizei steht derzeit vor allem die Aufklärung des Vorfalls im Vordergrund.
Quelle: SWR
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